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Archiv für 4. Dezember 2020

EVG wirft Stena Line Wortbruch vor

Keine Notwendigkeit für angekündigte Veränderungen

Berlin, 04.12.2020 (BA/gm)
Die Gewerkschaften EVG und NGG haben die Ankündigung der Stena Line, das Fährschiff „Mecklenburg Vorpommern“ künftig unter schwedischer Flagge fahren zu lassen, ebenso scharf kritisiert, wie die Verlagerung des Geschäftssitzes von Rostock nach Hamburg. „Das ist ein ganz klarer Wortbruch“, machte die Leiterin der EVG-Geschäftsstelle Rostock, Anke Brauer deutlich. „Als im Frühjahr die Sassnitz umgeflaggt wurde, hieß es, das sei ein Einzelfall. Uns wurde zugesichert, dass die Mecklenburg Vorpommern weiterhin im deutschen Schiffsregister bleiben würde. Jetzt wissen wir: das war nie die Absicht“, stellte die EVG-Geschäftsstellenleiterin fest.

„Vermutlich hat die Geschäftsführung festgestellt, dass sich der Betrieb unter schwedischer Flagge besser rechnet und hat sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen“, machte sie deutlich. „Für uns ist das nicht akzeptabel. Wir sehen keine Notwendigkeit für die angekündigten Veränderungen und lehnen diese entschieden ab“, erklärte Anke Brauer. „Unsere Betriebsräte sind gerade erst informiert worden, wir stehen mitten in Tarifverhandlungen, zudem gibt es zudem noch viele rechtliche Fragen, die ungeklärt sind – da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, stellte sie fest.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Chemnitz – Göttingen: PRO BAHN fordert eine Finanzierung durch den Freistaat

Vor dem Kulturhauptstadtjahr 2025 eine Direktverbindung schaffen

Dresden, 04.12.2020 (BA/gm)
Seit vielen Jahren ist die Stadt Chemnitz vom Fernverkehr der Bahn abgekoppelt. Der Fahrgastverband PRO BAHN Mitteldeutschland kritisierte bereits die wenigen überregionalen Direktverbindungen mit Blick auf das Kulturhauptstadtjahr 2025. Nun wurde die Entscheidung der Verbandsversammlung des ZVMS bekanntgegeben, den Thüringer RE1 Göttingen – Glauchau auch nach 2021 nicht bis Chemnitz zu verlängern.

Entsprechend der Auskunft des VMS ist die Verlängerung von Glauchau bis nach Chemnitz mit Mehrausgaben von 2,7 Mio. Euro pro Jahr verbunden, welche dieser nicht zusätzlich aufwenden könne. „Doch wer die Stadt Chemnitz glaubhaft an das Fernbahnnetz anbinden will, muss auch die notwendigen Mittel bereitstellen. Gerade mit Blick auf das Kulturhauptstadtjahr 2025 müssen heute die Weichen für eine zusätzliche finanzielle Beteiligung durch den Freistaat Sachsen gestellt werden“, fordert Markus Haubold, Referent für Südwestsachsen des Fahrgastverbandes PRO BAHN Mitteldeutschland. „Wenn der Freistaat Sachsen zeitnah die Finanzierung zusagt und Gespräche mit dem VMS aufnimmt, könnte womöglich noch zum Fahrplanwechsel 2021 der thüringische RE1 bis nach Chemnitz verlängert werden“, hofft Sebastian Drechsler, Mitglied der Regionalgruppe Südwestsachsen des Fahrgastverbands PRO BAHN.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Keine Verkehrswende: auch 2020 nur Minimalzuwachs im Schienenstreckennetz

Berlin, 04.12.2020 (BA/gm)
Nach Recherchen des Güterbahnen-Verbandes Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) hat die DB Netz AG im Jahr 2020 lediglich knapp drei Kilometer zusätzliche Strecken fertig bauen und in Betrieb nehmen können – in ganz Deutschland. Mitverantwortlich für diesen Umstand ist der Bund.

Nur zweieinhalb Kilometer neues Gleis auf der Main-Weser-Bahn und drei Überholgleisverlängerungen kommen 2020 beim bundeseigenen Schienennetz hinzu. „Die vier Maßnahmen sind äußerst sinnvoll, aber viel zu wenig. Für die Klimaschutzziele bleibt das unter der Nachweisgrenze.“, bringt es NEE-Vorstandsvorsitzender Ludolf Kerkeling auf den Punkt. Während das deutsche Straßennetz jährlich um rund 10.000 Kilometer wächst, stagniert der Schienenausbau nicht erst seit diesem Jahr. Der Verband hatte im April 2019 eine Analyse vorgelegt, der zufolge vom Jahr der Bahnreform 1994 bis 2018 nur 1.709 Kilometer Schiene, aber zeitgleich etwa 250.000 Kilometer Straßen neu gebaut wurden. 2019 wurde lediglich eine 600 Meter lange S-Bahn-Strecke fertiggestellt.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Joboffensive Bahn: Fast 4.000 Einstellungen in Bayern im Corona-Krisenjahr

Personalziel 2020 erreicht • Digitale Personalgewinnung in der Corona-Krise erfolgreich • Investition in mehr Personal für eine starke Schiene

München, 04.12.2020 (BA/gm)
25.000 Einstellungen, darunter 4.700 Nachwuchskräfte – die Deutsche Bahn hat im Jahr der Corona-Krise auf Rekordniveau eingestellt und ihr Ziel vorzeitig erreicht. Allein in Bayern wurden rund 3.850 neue Kolleginnen und Kollegen geworben. Das gelang, auch weil der gesamte Einstellungsprozess zu Beginn der Pandemie in kürzester Zeit vollständig digitalisiert wurde.

Große Berufsgruppen, in denen die Deutsche Bahn 2020 in Bayern einstellt und qualifiziert, sind Schienen- und Schienenfahrzeuginstandhaltung, Triebfahrzeugführer*innen, Zugservice und IT-Experten.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Waffenverbotszone im Düsseldorfer Hauptbahnhof

Bundespolizei kontrolliert am Wochenende nach gefährlichen Gegenständen

Düsseldorf, 04.12.2020 (BA/gm)
Am kommenden Wochenende (04. bis 06. Dezember 2020) wird im Düsseldorfer Hauptbahnhof erneut eine Waffenverbotszone eingeführt. Dazu wird es durch die Bundespolizei verstärkte Kontrollmaßnahmen nach gefährlichen Gegenständen und Waffen geben.

Täglich nutzen 280.000 Reisende den Düsseldorfer Hauptbahnhof. Er stellt einen Dreh- und Angelpunkt für Reisende und Besucher dar. Bei einem so großen Menschenaufkommen kommt es vermehrt zu Gewalt- und anderen Straftaten. Der Düsseldorfer Hauptbahnhof stellt für den Bereich der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf, insbesondere am Wochenende, einen Schwerpunkt dar. Ein Großteil der Gewaltstraftaten finden an Samstagen und Sonntagen, sowohl in den Abend- bis Nachtstunden als auch in den frühen Morgenstunden statt.  Diesen Beitrag weiterlesen »