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Transrapid Versuchsanlage Emsland

Rösler: Weiterbetrieb ein wichtiges Signal für den Technologiestandort Deutschland
Hannover, 14.06.2009 (BA)

Als wichtiges Signal für den Technologiestandort Deutschland hat Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Philipp Rösler die heute getroffene Vereinbarung zum Weiterbetrieb der Transrapid Versuchsanlage Emsland (TVE) um zehn Monate bis zum 30. April 2010 begrüßt. Nach intensiven Gesprächen haben sich heute der Bund, die Systemhäuser Siemens AG und ThyssenKrupp Transrapid GmbH, die Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG) als Betreiberin der TVE, das Bauunternehmen Max Bögl, der Landkreis Emsland und das Land auf ein neues Konzept verständigt. Danach sollen bis zum Frühjahr kommenden Jahres neue innovative Fahrwegträger in die Anlage integriert und erprobt werden. Ziel ist der kostengünstigere Bau von Anwenderstrecken. Damit soll neues Interesse potenzieller Investoren geweckt werden.

Rösler zeigte sich überaus zufrieden mit der heutigen Vereinbarung: „Unsere Initiative zum Weiterbetrieb der TVE mit einem neuen Konzept hat sich gelohnt. Wir haben wiederholt betont, dass gerade nach dem Scheitern der Anwenderstrecke in München die Versuchsanlage im Emsland wichtig ist, um die Vermarktungschancen der Transrapidtechnologie zu wahren. Das auf der TVE über 20 Jahre aufgebaute einmalige know how des fachlich hochqualifizierten Personals sichert die Exportfähigkeit des Transrapids. Die Industrie hat nun die Chance, weitere Technologiekenntnisse aus dem Versuchsbetrieb zu erwerben, einen kostengünstigeren und zugleich verbesserten Fahrweg zu testen und damit neue Interessenten zu gewinnen.“

Ursprünglich hatte die Industrie erklärt, den Testbetrieb auf der TVE zum 30. Juni dieses Jahres nach Abschluss des derzeitigen Weiterentwicklungsprogramms (WEP) einzustellen. Durch Einbindung des Unternehmens Bögl in den weiteren Versuchsbetrieb bestehen nun für die Industrie neue Perspektiven. Gleichzeitig konnten die Kosten des Versuchsbetriebs mit dem neuen Konzept deutlich reduziert werden. Von den veranschlagten sechs Millionen Euro trägt die Industrie über die Hälfte, das Land beteiligt sich mit einmalig 575.000 Euro.

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