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Ein Herz für Leipzig – 40 Jahre S-Bahn Leipzig

Deutsche Bahn erbringt Verkehrsleistungen pünktlich und zuverlässig – S-Bahn im Ballungsraum Halle/Leipzig wächst zusammen
Leipzig, 12.07.2009 (BA)

Nach der feierlichen Inbetriebnahme am 12. Juli 1969 nahm einen Tag später um 4.20 Uhr die Leipziger Stadtschnellbahn auf der herzförmig angelegten, 36,4 Kilometer langen Ringlinie A Gaschwitz–Markkleeberg–Leipzig-Plagwitz–Leipzig Hauptbahnhof–Leipzig-Stötteritz–Leipzig-Connewitz–Markkleeberg–Gaschwitz ihren planmäßigen Betrieb auf. Mit drei Linien erhielt die Messestadt in den Folgejahren ein leistungsfähiges S-Bahn-Netz, welches sich bis heute zum Rückgrat des Öffentlichen Nahverkehrs über die Stadt- und Landesgrenze hinaus entwickelt hat. Gegenwärtig führen fünf S-Bahn-Linien im Wirtschaftsraum Halle/Leipzig die Bezeichnungen S 1 Leipzig Miltitzer Allee–Leipzig, S 2 Leipzig–Borna, S 7 Halle-Nietleben–Halle–Halle-Trotha, S 10 Halle–Leipzig und S 11 Leipzig–Wurzen. Sie bedienen nahezu vollständig im 30-Minuten-Takt ein Netz mit einer Streckenlänge von 131 Kilometern mit 60 Haltepunkten.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung: „40 Jahre Leipziger S-Bahn sind ganz sicher ein Grund zu feiern. Millionen von Fahrgästen konnten sicher, umweltfreundlich und zuverlässig befördert werden. Auch wenn Leipzig noch immer eine Straßenbahnstadt ist, rückt die S-Bahn nicht zuletzt seit der Einführung des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds noch mehr in den Blickpunkt der Fahrgäste. Mit der Eröffnung des City-Tunnels beginnt in Leipzig ein ganz neues Kapitel im S-Bahn-Zeitalter. Ich bin mir ganz sicher, dass sich die Erfolgsgeschichte Leipziger/Mitteldeutsches S-Bahn-Netz fortsetzt.“ Auch Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados ist zuversichtlich: „Was vor 40 Jahren in Halle und in Leipzig mit der Inbetriebnahme der ersten S-Bahnlinien begann, wurde zu einer deutschlandweit beachteten Entwicklungsgeschichte. Seit fünf Jahren sind unsere gewachsenen und modernisierten Nahverkehrsnetze miteinander verschmolzen. Die S-Bahn Halle-Leipzig fährt auf der Erfolgsspur!“

Am 26. Mai 1974 wurde das Leipziger S-Bahn-Netz mit der damaligen Linienbezeichnung B bis Wurzen erweitert, am 24. September 1977 erhielt das Neubaugebiet Leipzig-Grünau mit der Linie C aus Leipzig-Plagwitz S-Bahn-Anschluss. 1984 erfolgte bei den Linien A und C eine Veränderung: Die Strecke Leipzig Miltitzer Allee–Leipzig Hauptbahnhof–Gaschwitz wurde von der Linie A befahren, zwischen Leipzig-Plagwitz–Markkleeberg–Gaschwitz pendelte durch den Leipziger Auwald die so genannte »Waldbahn«-Linie C (S 2), deren Betrieb 2002 auf ein städtisches Busunternehmen umgestellt wurde.

Am 27. September 1969 nahm die heutige S-Bahn-Linie S 7 Halle-Nietleben–Halle-Neustadt–Halle (Saale) Hauptbahnhof–Halle-Trotha mit einer U-förmigen Streckenführung den Betrieb auf. Am 28. Oktober 1970 wurde die Strecke von Halle-Nietleben nach Halle-Dölau verlängert. Damit betrug die Streckenlänge der Halleschen S-Bahn 26,8 Kilometer. Am 1. August 2002 wurde der Betrieb zwischen Nietleben und Dölau eingestellt. Mit der Betriebsaufnahme der S-Bahn-Linie S 10 zwischen Halle (Saale) Hauptbahnhof und Leipzig Hauptbahnhof am 12. Dezember 2004 verschmolzen die beiden bis dahin eigenständigen S-Bahnen zu einem S-Bahn-Netz.

Die S-Bahn-Leistungen werden im Auftrag des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) und der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) durch den Verkehrsbetrieb Mitteldeutschland der DB Regio AG erbracht. Es gilt der Tarif des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV). Nach Fertigstellung des City-Tunnels (CTL) Leipzig mit den Stationen Leipzig Hauptbahnhof tief, Markt, Wilhelm-Leuschner-Platz, Bayerischer Bahnhof und Semmelweisstraße wird der Nahverkehr im Ballungsraum Halle/Leipzig neu geordnet.

Durch den ZVNL werden künftig fünf S-Bahn-Linien des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes ausgeschrieben und im Wettbewerb vergeben: S 1 Leipzig Miltitzer Allee–Leipzig Hauptbahnhof tief (CTL)–Wurzen–Oschatz, S 2 Bitterfeld–Delitzsch–Leipzig Messe–Leipzig Hauptbahnhof tief (CTL)–Markkleeberg–Gaschwitz, S 3 Halle-Nietleben–Halle (Saale) Hautpbahnhof–Schkeuditz–Leipzig Hauptbahnhof tief (CTL)–Leipzig-Stötteritz, S 4 Hoyerswerda–Torgau–Eilenburg–Leipzig Hauptbahnhof tief (CTL) Markkleeberg–Borna–Geithain, S 5/S 5x Halle (Saale) Hauptbahnhof–Leipzig/Halle Flughafen–Leipzig Messe–Leipzig Hauptbahnhof tief (CTL)–Markkleeberg–Altenburg–Zwickau.

DB Regio beteiligt sich an der Ausschreibung des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes. „Die Deutsche Bahn betreibt das komplexe Nahverkehrsnetz im Wirtschaftsraum Halle/Leipzig bereits seit Jahrzehnten pünktlich und zuverlässig sowie mit einer hohen Qualität. Mit uns steht dem ZVNL, der NASA, dem MDV und insbesondere unseren täglich 67.000 Fahrgästen immer ein verlässlicher, kompetenter und erfahrener Partner zur Seite. 1.000 gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter tragen die Verantwortung dafür, dass jeden Tag rund 950 S-Bahn-, Regional- und Nahverkehrszüge technisch gewartet, sauber und pünktlich unterwegs sind“, betont Wigger.

Darüber hinaus sorgen zahlreiche Mitarbeiter der DB Netz AG, der DB Station&Service AG sowie aus den Dienstleistungsbereichen für einen reibungslosen Betrieb auf den Strecken und in den Bahnhöfen. Die Pünktlichkeit der S-Bahnen beträgt durchschnittlich 98 Prozent; 61 Prozent aller Fahrgäste bewerten ihre Zufriedenheit bei Infas-Befragungen mit den Schulnoten eins und zwei. Beides spricht beispielhaft für die Qualität der erbrachten Dienstleistungen.

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