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Neubau von Bahnsteigen im Leipziger Hbf in konzentrierter Bauaktion für VDE 8

Lärm und Staub trotz abgeschirmter Baustelle • Infos vor Ort und per Web

Leipzig, 13.08.2014 (BA/gm)
Seit dem 27. Juli bis zum 20. August 2014 werden im Leipziger Hauptbahnhof die Bahnsteige 12/13 und 14/15 abgebrochen und in moderner Form neu errichtet um Platz für lange Züge bieten zu können. Gearbeitet wird rund um die Uhr, auch nachts und am Wochenende. Um den Zeitraum der Beeinträchtigung so kurz wie möglich zu halten, werden diese Bauarbeiten in einer konzentrierten Aktion durchgeführt. Der Baubereich ist gegen Staub komplett durch Planen abgeschirmt. Trotzdem kommt es zu unvermeidlichen Belästigungen. Dafür bittet die Bahn um Verständnis.

Verschiedene Hohlräume unter den Bahnsteigen müssen für eine lange Stabilität vor dem Neuaufbau gesichert, d.h. verfüllt werden. Das Material, es sind über 4.000 Kubikmeter, dafür wird über für den Bahnkunden „unsichtbar“ über alte vorhandene Tunnel zum Einbauort geleitet. Die Bahnsteige 12/13 sowie 14/15 werden abgebrochen und neu in moderner Form bis 420 Meter lang neu aufgebaut. Die jetzige Bauetappe dauert bis zu einer Sperrung des Knotens Leipzig vom 24. bis zum 28. September 2014. Dann werden alle neuen Gleisanlagen angeschlossen, u. a. zwei neue Gleise der Brücke Rackwitzer Straße und der Bahnsteig 14/15.

Am Museumsgleis 24 stehen die Mitarbeiter des Informationspunktes zu Einzelfragen und zum Gesamtprojekt von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr zur Verfügung. Mit regelmäßigen Postwurfsendungen werden die Anwohner über den aktuellen Bauablauf und anstehende Baubelästigungen informiert. Unter www.vde8.de gibt es detaillierte Informationen zum Knoten Leipzig. Wer Life im Baugeschehen dabei sein möchte, nutzt die Webcams mit Blick in den Bahnhof und auf das Gleisvorfeld.

Hintergrund
Im Dezember 2015 wird die Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle (Teil des Projektes Nürnberg-Berlin, VDE8) an den Leipziger Hauptbahnhof angeschlossen. Ziel ist u. a eine Fahrzeit von Leipzig nach Erfurt in einer dreiviertel Stunde, von Leipzig nach Nürnberg von unter zwei Stunden. Dafür werden moderne Zugangsmöglichkeiten geschaffen. Verlängerte Bahnsteige und schnellere Zufahrtsgleise für den Fernverkehr. Züge können künftig mit bis zu 160 km/h ein- und ausfahren. Dazu müssen rund 65 Weichen und mehr als 22 Kilometer Gleise und Oberleitungsanlagen erneuert werden. Die Gesamtkosten für die Einbindung des Projektes Nürnberg-Berlin (VDE 8) liegen bei rund 350 Millionen Euro. Davon fließen allein rund 120 Millionen Euro in den ersten Bauabschnitt mit der Verlängerung der Bahnsteige.

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