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Schulung für den Notfall im Neubau-Tunnel Sandberg

Dritte von zehn Schulungen und Übungen vor Inbetriebnahme der Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt im Projekt Nürnberg–Berlin (VDE8)

Ilmenau/Erfurt, 09.04.2017 (BA/gm)
Im 1.320 Meter langen Tunnel Sandberg im Thüringer Ilmkreis wurden am gestrigen Sonnabend vor Ort die zuständigen Rettungskräfte unter praxisnahen Bedingungen geschult. Alle Elemente der Situation eines Notfalls – einschließlich des Zuges – sind vorhanden. Diese Übung ist die dritte von zehn derartigen Veranstaltungen entlang der 107 Kilometer langen Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt bis zur kommerziellen Inbetriebnahme des Projektes Nürnberg-Berlin (VDE8) im Dezember dieses Jahres. Die Übungen sind Höhepunkt der vor vielen Monaten begonnenen Zusammenarbeit der DB AG mit den zuständigen Notfallstellen der Länder, Landkreise und Kommunen für das Sicherheitsmanagement, wenn die Strecke in Betrieb geht. 

Bereits während der etwa 10jährigen Bauphase hatte ein spezielles Notfallkonzept funktioniert. Am gestrigen Sonnabend werden an sechs Stationen Übungen der Feuerwehr-Tunnelbasiseinheiten (TBE) durchgeführt. Geübt wird mit acht TBE aus dem Ilmkreis (5), dem Landkreis Gotha (2) und der Stadt Erfurt. Etwa 300 Rettungskräfte trainieren den Umgang u. a. mit diesen Rettungseinrichtungen: Löschwasserbehälter sowie Saug- und Lüftungsleitungen, Löschwasserschieber, Oberleitungsspannungs-Prüfeinrichtung (OLSP), verschiedene Bedientableaus. Geübt wird das Retten von Verletzten aus einem ICE, der Patiententransport, die Fremd- und Selbstrettung im Tunnel und praktische Tests mit Rollpaletten, der Löschangriff am Zug (tocken), der Umgang mit den Melde- und Alarmierungswegen.

Übungsziel ist es, den Rettungseinsatz an den Anlagen vor Ort zu trainieren und die Anlagen kennenzulernen. Die Tunnelbasiseinheiten sollen sicher mit geübten Abläufen handeln können. Eine Tunnelbasiseinheit besteht maximal aus 27 Einsatzkräften mit vier bis fünf Einsatzfahrzeugen. Die Herkunft der Basiseinheiten orientiert sich an der Lage des Bauwerkes.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 umfasst die Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg–Erfurt–Leipzig/Halle und Berlin. Finanziert wird es vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn. Die Investition beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Die neue Bahn-Verbindung ermöglicht nach Fertigstellung eine Reisezeit von München nach Berlin in etwa 4 Stunden und bietet eine umweltfreundliche Trasse für den Güterverkehr. Mit der Fertigstellung der Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt ist die Verbindung Ende 2017 komplett betriebsbereit. Infos auch unter www.vde8.de, @vde8aktuelles

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