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Wir vertreten die Interessen von Millionen Bahnkunden und der Steuerzahler

SPÖ und Gewerkschaft gegen jede Veränderung • SPÖ-Verkehrsminister seien seit Jahren nicht daran interessiert das System Bahn weiter zu entwickeln

Wien, 12.08.2017 (BA/gm)
„Der Koalitionspartner und die Gewerkschaft möchten mit dem Thema Vergabe offensichtlich in den Wahlkampf ziehen“, so der Unternehmer und ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Andreas Ottenschläger. Man sei im BMVIT gar nicht an einer Lösung interessiert, sondern arbeite vielmehr an einer Emotionalisierung, die dann, auf Kosten der Steuerzahler, wohl Eisenbahnerstimmen bringen soll. „Mit dem Minister hatte ich zum Thema Vergabe bis heute kein Gespräch“, so Ottenschläger. Vielmehr wurde die einzige Verhandlungsrunde im Parlament nach nur wenigen Minuten abgebrochen. 

Deutlich offener zeigte sich die SPÖ dagegen zeitgleich im Umgang mit den Medien. Hier sprach man sich, unter anderem, vehement gegen eine Privatisierung der Wiener Linien aus. „Diese war aber zu keinem Zeitpunkt am Tisch“, stellt Ottenschläger klar. Vielmehr möchte die ÖVP mit Wettbewerb auf ausgewählten Fernstrecken mehr Transparenz und Effizienz in das System bringen, denn „mehr privatwirtschaftliches Denken schadet auch den ÖBB nicht.

Diesbezügliche Kennzahlen aus Deutschland zeigen, dass gut vorbereitete, etablierte Bahnunternehmen auch gestärkt aus einer Wettbewerbssituation hervorgehen können, betonte Ottenschläger. Gleichzeitig gibt es ein hohes Sparpotential in Bezug auf das eingesetzte Steuergeld. „Wir sind daran interessiert das System Bahn zu entwickeln und uns bestmöglich auf den künftigen, dann von der EU vorgeschriebenen, Wettbewerb vorzubereiten. Dazu müssen wir aber auch eine Entwicklung unserer ÖBB zulassen. Was jedoch aktuell passiert, ist eine Panikmache auf Basis von Gerüchten.“

„Die Bahnkunden stehen bei uns an erster Stelle“, so Ottenschläger. „Ihnen möchten wir ein qualitativ hochwertiges, effizientes und eben auch wettbewerbsfähiges Gesamtprodukt bieten.“ So sei beispielsweise die heute in jedem ÖBB-„Railjet“ verfügbare drahtlose Internetverbindung aus einem Nachrüsten auf den Standard eines privaten Konkurrenzunternehmens entstanden.

„Wir möchten eine sachliche Diskussion und daraus resultierend eine für die Zukunft richtige Lösung“, so der ÖVP-Verkehrssprecher abschließend. Man sei – auf dieser Ebene – selbstverständlich auch weiterhin offen und gesprächsbereit.

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