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EVG ruft nach ergebnislosen Verhandlungen zum Warnstreik auf

Abellio-Werk in Sangershausen betroffen

Berlin, 18.10.2017 (BA/gm)
Die EVG hat ihre Mitglieder im Abellio-Werk in Sangershausen zum Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die schleppenden Verhandlungen zum Branchentarifvertrag und zur Einführung des EVG-Wahlmodells. Seit der Auftaktrunde im Juni gibt es auch Monate später noch keinen neuen Verhandlungsstand.
„Nachdem sich auch am heutigen Mittwoch am Verhandlungstisch wieder nicht viel bewegt hat, werden wir dafür sorgen, dass sich nun auch auf der Schiene nicht viel bewegen wird“, erklärte die EVG-Bereichsleiterin Katrin Dornheim. 

Am heutigen Mittwoch (18.10.2017) sind deshalb die Werkstattmitarbeiter in Sangershausen seit 21:30 Uhr in den Warnstreik getreten; das habe Auswirkungen auf das gesamte Netz. Abellio bediene so wichtige Strecken wie Halle – Erfurt, Kassel-Wilhelmshöhe – Sangerhausen – Bitterfeld und Bitterfeld – Naumburg – Saalfeld. Überall dort müsse mit Einschränkungen gerechnet werden.

Die EVG mache mit ihrem Warnstreik auch deutlich, dass sie als eigenständige Gewerkschaft für einen eigenständigen Tarifvertrag kämpfe. „Wir sind durchaus so selbstbewusst, für unsere Mitglieder bei Abellio das zu fordern, was wir in der gesamten Branche für unsere Mitglieder fordern – unter anderem das EVG-Wahlmodell, mit der Möglichkeit selber zu entscheiden, ob ein Teil der ausgehandelten Lohnerhöhung in Form von noch einmal mehr Geld, sechs Tagen mehr Urlaub oder einer Arbeitszeitverkürzung zur Anwendung kommt“, so Katrin Dornheim.

Ziel sei es, in erster Linie das Unternehmen und nicht die Fahrgäste zu treffen. Die Züge würden in der Nacht gewaschen, die Toiletten gereinigt sowie die Fahrzeuge zur Durchsicht abgestellt. „Möglich, dass Abellio seine Züge am morgigen Donnerstag ungereinigt in Dienst stellt, dann werden Strafzahlungen an den Betreiber fällig, denn vertraglich ist zugesichert, dass nur saubere Züge im Netz verkehren. Diese so genannte Pönale geht ins Geld und tut dem Unternehmen weh. Es wäre insofern besser, das Unternehme suche eine schnelle Einigung mit der EVG“, machte die zuständige Bereichsleiterin, Katrin Dornheim, deutlich.

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