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Über zwei Promille: Mann stürzt auf S-Bahngleise

Couragierter Passant hilft umgehend

Hamburg, 29.12.2017 (BA/gm)
Nach jetzigem Sachstand der Bundespolizei stürzte ein stark alkoholisierter Mann (m.48) am 27.12.2017 gegen 20.20 Uhr im S-Bahnhaltepunkt Klein Flottbek vom Bahnsteig auf die S-Bahngleise. Nach entsprechender Videosichtung der Überwachungskameras torkelte der Mann am Bahnsteig entlang und stürzte ohne Fremdeinwirkung auf die S-Bahngleise. Im weiteren Verlauf berührte der Mann mehrfach die Abdeckung der Stromschienen (Lebensgefahr 1.200 Volt), um wieder auf den Bahnsteig zu gelangen. Ein Passant (m.37) beobachtete den Vorfall und sprang unvermittelt in den Gleisbereich, um dem Verunfallten zu helfen. 

Der nigerianische Staatsangehörige aus Hamburg fixierte den 48 Jährigen an einem Zaun am Gleisbereich und verhinderte somit einen Stromschlag durch die Stromschienen und ein Überfahren des Mannes durch den laufenden S-Bahnverkehr.

Die Einsatzzentrale der Bundespolizeiinspektion Hamburg wurde telefonisch von weiteren Zeugen über den Vorfall informiert. Umgehend wurde die S-Bahnstrecke gesperrt und eine Stromabschaltung veranlasst. Mehrere Streifenwagenbesatzungen der Bundespolizei erreichten den Einsatzort. Bundespolizisten verbrachten den Mann sicher auf den Bahnsteig. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,29 Promille.

Der verunfallte Hamburger hatte sich offensichtlich nicht verletzt; eine rettungsärztliche Versorgung vor Ort wurde von dem Mann abgelehnt. Bundespolizisten verbrachten den 48 Jährigen mit einem Funkstreifenwagen sicher zu seinem Wohnort.

Für die Rettungs- und Einsatzmaßnahmen musste die entsprechende S-Bahnstrecke für 12 Minuten gesperrt werden. Über Betriebsstörungen im S-Bahnverkehr können von der Bundespolizei keine Angaben gemacht werden. An dem Einsatz waren auch Streifenwagenbesatzungen der Polizei Hamburg beteiligt.

„Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg wiederholt vor den Gefahren an Bahnanlagen. Leichtsinniges Verhalten an Bahnanlagen, insbesondere unter Alkoholeinfluss, kann zu schweren Unfällen führen. Dabei gefährden sich die Personen durch ihr Handeln nicht nur selbst, sondern oftmals auch Helfer und Reisende.“

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