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DLR und das Bahnforschungsinstitut RTRI unterzeichnen Kooperationsvertrag

DLR und das japanische Bahnforschungsinstitut RTRI unterzeichnen einen Kooperationsvertrag und vertiefen damit ihre Zusammenarbeit • Das DLR kooperiert auf den Gebieten Aerodynamik, Leichtbau und Werkstoffforschung mit einem der weltweit führenden Forschungsinstituten im Bereich Eisenbahn und Schienenverkehr • Schwerpunkt(e): Bahnforschung, Verkehrsforschung

Tokio, 03.03.2018 (BA/gm)
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das japanische Railway Technical Research Institute (RTRI) haben am 1. März 2018 in Tokio einen Vertrag für eine engere Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit vertiefen die beiden Organisationen ihre bereits bestehende Kooperation auf den Gebieten Aerodynamik, Leichtbau und Werkstoffforschung. Das RTRI ist im Bereich Eisenbahn und Schienenverkehr eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen weltweit.

Ideale Ergänzung der Forschungsthemen
„Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages beruht auf der bereits bestehenden vertrauensvollen Zusammenarbeit und dem langjährigen konstruktiven Austausch zwischen RTRI und dem DLR. Wir freuen uns sehr auf die enge Kooperation mit einem der weltweit führenden Bahnforschungsinstitute. Das RTRI mit seiner anwendungsnahen Forschung und das DLR mit seiner eher grundlagenorientierten Bahnforschung ergänzen sich geradezu ideal“, sagte Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR, bei der Vertragsunterzeichnung. 

Dr. Wolfgang Scheremet, Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, betonte anlässlich der Unterzeichnung: „Die Kooperation bietet exzellente Möglichkeiten für die Entwicklung neuer und besserer Bahntechnologien. Diese sind essentiell für die Mobilität der Zukunft in den dicht besiedelten Industrieländer Deutschland und Japan.“

Tunnelforschung und Validierung von Simulationsmodellen
Die beiden Organisationen werden zukünftig unter anderem in den Bereichen Aerodynamik, leichtere Wagenkastenstruktur, Schienenlärm und Druckwellen bei Tunnel-Durchfahrten enger zusammenarbeiten. Das DLR kann mit seiner Expertise bei der Struktur- und Crashkonzepterstellung, dem Einsatz von neuartigen Werkstoffen und seinen einmaligen Experimentieranlagen, wie der Tunnelsimulationsanlage in Göttingen, wichtige Themenfelder in die Zusammenarbeit miteinbringen. Umgekehrt verfügt das RTRI über viele Herstellerdaten, die den DLR-Forschern bei der Validierung ihrer Simulationsmodelle wertvolle Erkenntnisse liefern.

Bahnforschung bei RTRI und DLR
Das japanische Bahnforschungsinstitut RTRI wird sowohl vom japanischen Staat als auch von privaten Eisenbahnunternehmen gefördert. Japan verfügt über ein hervorragend ausgebautes Hochgeschwindigkeitsstreckennetz, der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen gehört zu den wichtigsten Verkehrsträgern im Personenverkehr. Das RTRI forscht an neuen Eisenbahntechnologien sowie an der Verbesserung der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der aktuellen Technologie. Die Forschungsergebnisse werden regelmäßig in die Schienenverkehrsindustrie transferiert und finden dort Anwendung. Im DLR forschen insgesamt 16 Institute zum Thema Schienenverkehr. Zu den Forschungsarbeiten gehören die Themen: Fahrzeugkonzepte, Fahrzeugstruktur, Aerodynamik Fahrwerk, Schienenverkehrslärm, Energiemanagement, Fahrgastfluss, Schienenverkehrsmanagement und Crashkonzept.

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