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Was hat ADAM mit Aufzügen und Fahrtreppen zu tun?

Live-Überwachungssystem sorgt für schnellere Entstörung • App „DB Bahnhof live“ zeigt defekte Aufzüge an

Stuttgart, 11.03.2018 (BA/gm)
Funktionierende Aufzüge sind ein wichtiges Thema, gerade im Hinblick auf die Barrierefreiheit. Damit im Störungsfall schnell eingegriffen werden kann, setzt die DB AG das Live-Überwachungssystem ADAM ein. Das steht für „Ausbau Digitalisierung Anlagenmanagement“.

Die Aufzüge und Fahrtreppen an den Bahnhöfen des Bahnhofsmanagements Stuttgart sind dadurch intelligenter geworden. Sie melden durch einen Kommunikationsbaustein zur Fernüberwachung Störungen selbständig an das ADAM System. Die Meldung geht auch an die App „DB Bahnhof live“. Hier sieht der Reisende den aktuellen Stand zur Verfügbarkeit der Aufzüge in den Bahnhöfen. Zudem veröffentlicht die DB AG die Aufzugsdaten über das Open Data Portal der Deutschen Bahn (data.deutschebahn.com), wo die Informationen für jedermann abrufbar sind. Die Verfügbarkeit der DB-Aufzüge im Raum Stuttgart lag im Jahr 2017 bei 97 Prozent, im Zeitraum Januar bis Februar 2018 bei 95,9 Prozent. 

Dank des Live-Überwachungssystems ist sichergestellt, dass DB-Mitarbeiter oder Mitarbeiter der Herstellerfirmen in relativ kurzer Zeit vor Ort sind, um einen Defekt zu beheben. Daher können 90 Prozent aller Störungen im Raum Stuttgart innerhalb eines Tages behoben werden. An den 93 Bahnhöfen des Bahnhofsmanagements Stuttgart gibt es 96 Aufzüge und 62 Fahrtreppen von insgesamt fünf Herstellern. Im Schadensfall können die rund 13 Mitarbeiter des Entstörungsdienstes schnell auf Ersatzteile zugreifen, da im Lager in Stuttgart in der Schwabstraße und im Zentrallager in Frankfurt/Main viele häufig genutzte Ersatzteile vorgehalten werden. Hauptstörungsgründe bei Aufzügen sind Türstörungen und defekte Elektronikmodule wie Frequenzumformer oder Steuerungsbausteine. Bei Fahrtreppen sind 90 Prozent der Störungen auf die unbefugte Benutzung des Nothalts zurückzuführen. Für Wartung, Inspektion und Entstörung fallen bei Fahrtreppen jährlich Kosten von rund 12.000 Euro an, bei Aufzügen rund 9.000 Euro.

Bundesweit hat die DB AG seit Herbst 2016 ihre 2.100 Aufzüge und 1.000 Fahrtreppen an rund 1.000 Bahnhöfen mit dem Kommunikationsbaustein zur Fernüberwachung ausgerüstet. Die Aufzüge und Fahrtreppen sind von rund 60 verschiedenen Herstellern. In den ersten Monaten des Jahres 2018 lag die bundesweite Verfügbarkeit von Aufzügen und Fahrtreppen bei rund 97 Prozent. Vor der Einführung von ADAM war es nicht möglich, die Verfügbarkeit von Fahrtreppen und Aufzügen auszuwerten. Seit 2016 funktioniert dies mit Hilfe von ADAM. 2016 waren es rund 91 Prozent und 2017 rund 97 Prozent.

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