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Lebensgefahr: Jugendliche spielen an den Bahngleisen

Zörbig, 11.04.2018 (BA/gm)
Am 09.04.2018, gegen 17:00 Uhr wurde die Bundespolizei in Halle über an den Bahngleisen spielende Kinder/Jugendliche in Zörbig, Ortsteil Stumsdorf informiert. Sofort wurde durch die Bundespolizei veranlasst, dass die Züge in diesem Bereich sehr langsam fahren sollen. 

Im Rahmen der Amtshilfe erreichte eine Streife der Landespolizei aus Bitterfeld vorerst den Gefahrenort. Hier stellten sie sieben Kinder/Jugendliche fest. Vier Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren und drei Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren. Es wurden die Personalien der Kinder und Jugendlichen aufgenommen und sie wurden eindringlich auf die Gefahren im Bahnbereich hingewiesen. Sie bekamen einen Platzverweis für den Gefahrenort. Durch diesen Zwischenfall erhielten fünf Züge Verspätungen von insgesamt 40 Minuten.

Diese Fälle stellen eine Ordnungswidrigkeit im Sinne der Eisenbahn, Bau- und Betriebsordnung dar und können mit einem Verwarngeld von 25 Euro belegt werden. Hinzu können zivilrechtliche Forderungen der Deutschen Bahn AG für Zugverspätungen ergehen.

Da der Aufenthalt von Kindern in diesen lebensgefährlichen Bereichen leider keinen Einzelfall darstellt, bittet die Bundespolizei darum, dass wiederholt auf die Gefahren auf Bahnanlagen und mögliche schwerwiegende Folgen dieses Fehlverhaltens hingewiesen wird.

Die Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Der Bremsweg eines Zuges bei 100 Kilometer in der Stunde beträgt bis zu 1.000 Meter. Kostenlose Flyer zu dieser Problematik stellt die Bundespolizei gern zur Verfügung.

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