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Albabstiegstunnel: Innenschale fertiggestellt

Letzter von 945 Betonblöcken betoniert ● Rohbau für Albabstiegstunnel nach knapp vier Jahren Bauzeit abgeschlossen

Betonage der Innenschale im Albabstiegstunnel

Stuttgart, 10.05.2018 (BA/gm)
Beim Bau des Albabstiegstunnels hat die im Auftrag der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH arbeitende Arbeitsgemeinschaft der Bauunternehmen Ed. Züblin und Max Bögl den letzten von 945 Blöcken der Innenschale des Tunnels betoniert. Damit ist der Albabstiegstunnel im Rohbau fertiggestellt.

DB-Projektleiter Dr. Stefan Kielbassa dankte anlässlich einer Feier, zu der die Arbeitsgemeinschaft eingeladen hatte, allen Mitwirkenden: „Für die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm ist das ein wichtiger Meilenstein. Der Ulmer Hauptbahnhof ist jetzt über die zwei Röhren direkt mit der Albhochfläche verbunden. Lob und Anerkennung gehen an die Bauschaffenden, die Bauleitung der Arbeitsgemeinschaft und die Bauüberwachung sowie an die beteiligten Planer, Prüfingenieure und Sachverständigen. Wir sind stolz, den Tunnel mit erstklassiger Qualität, termingerecht und im Kostenrahmen erstellt zu sehen.“ 

Für den Bau der beiden Röhren des Albabstiegstunnel, die später die Albhochfläche mit dem Ulmer Hauptbahnhof verbinden werden, wurden zweimal 5.490 Meter Tunnel vorgetrieben, die mit insgesamt elf Verbindungsbauwerken verbunden sind. Anschließend wurden diese Röhren blockweise mit einer betonierten Innenschale versehen, die den endgültigen Zustand des Tunnels darstellt.

Insgesamt wurden beim Bau der Tunnelröhren ca. 575.000 Kubikmeter Beton und ca. 18.500 Tonnen Stahl verbaut. Mit der Betonmenge könnte man 230 olympische Schwimmbecken füllen, die Stahlmenge entspricht etwa 2,5-mal der Stahlmenge des Eiffelturms. Im Anschluss an die Betonage der Blöcke beginnt der Innenausbau mit den Randwegen und der gesamten Bahntechnik.

2016: Endlich in Ulm
Der Bau des Albabstiegstunnels begann im Juni 2014 mit der offiziellen Anschlagsfeier. Bereits nach weniger als zweieinhalb Jahren Vortrieb waren im November 2016 beide Röhren vollständig vorgetrieben. Der Tunnel wurde in konventioneller Spritzbetonbauweise hergestellt. Nun ist nach rund vier Jahren Gesamtbauzeit auch die Innenschale fertiggestellt. Der Innenschalenausbau fand teilweise parallel zum Tunnelvortrieb statt. Der Tunnel wurde sowohl vom Portal Dornstadt als auch vom Zwischenangriff Lehrer Tal aus aufgefahren. Insgesamt waren bis zu 450 Personen gleichzeitig mit den Tunnelbauarbeiten beschäftigt.

Neubaustrecke macht gute Fortschritte
Für die Neubaustrecke sind inzwischen rund 45 Kilometer und damit etwa 73 Prozent von insgesamt 61 Kilometern Tunnel aufgefahren. Beim Albvorlandtunnel zwischen Kirchheim unter Teck und Wendlingen am Neckar haben die Tunnelvortriebsmaschinen „WANDA“ und „Sibylle“ beide bereits mehr als 1.000 Meter Tunnel gegraben. Die Filstalbrücke, die Steinbühltunnel und Boßlertunnel verbindet, wächst sowohl in die Vertikale als auch in die Horizontale.

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