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Landschaftspflegerische Maßnahmen im Abschnitt Müllheim–Auggen

Bahn setzt Maßnahmen zum Schutz der Umwelt um

Freiburg, 28.08.018 (BA/gm)
Im Planfeststellungsabschnitt 9.0 (Müllheim–Auggen) der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel werden ab Ende August 2018 landschaftspflegerische und artenschutzrechtliche Maßnahmen durchgeführt. Der Bau der zwei neuen Gleise östlich der Rheintalbahn greift in den Lebensraum von Tieren und Pflanzen ein. Deshalb setzt die Deutsche Bahn bereits im Vorfeld Maßnahmen zum Schutz der Natur um. 

Neues Grünland, Hecken und Streuobstwiesen
In der Feldflur bei Auggen wird auf einer Fläche von rund 5,2 Hektar artenreiches Grünland in Form von Magerwiesen angelegt und dauerhaft gepflegt. Diese Maßnahme dient als Ausgleich für den Verlust von Habitaten diverser Vogelarten. Zusätzlich werden auf einer Fläche von knapp 1,5 Hektar Feldgehölze und Hecken mit vorgelagerten Säumen angelegt. Sie dienen als Brutstätte weiterer Vogelarten und können von zahlreichen Tieren, die in Hecken und Gehölzen leben, genutzt werden. Die Bahn pflanzt zudem 94 Laub- und 39 Obstbäume.

Brutstätten für Stare, Meisen und Sperlinge
Für den Bau der zwei neuen Gleise müssen Gehölze gefällt werden. Dadurch gehen Nistmöglichkeiten für Meisen, Stare und Sperlinge verloren. Um dies auszugleichen, hängt die Bahn 20 Nistkästen und sechs Koloniehäuser auf. Bei den Nistkästen werden unterschiedliche Größen verwendet, damit sie von verschiedenen Vogelarten genutzt werden. Die Nist- und Koloniekästen werden jährlich gereinigt, zudem wird die Stabilität der Anbringung regelmäßig kontrolliert.

Renaturierung Ehebach
Die Bahn renaturiert einen Abschnitt des Ehebachs bei Buggingen, um die Lebensraumverluste durch die Durchlassverlängerung an den Gewässern Hügelheimer Runs und Klemmbach auszugleichen. Hier werden Uferböschungen abgeflacht, die Strukturen des Gewässerlaufs verbessert sowie Bepflanzungen und Ansaaten vorgenommen.

Das Großprojekt Karlsruhe–Basel wird kofinanziert von der Fazilität „Connecting Europe“ von der Euro-päischen Union.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.karlsruhe-basel.de

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