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COTS-Technologie von HIMA sichert Bahnübergänge im Großraum Athen

Brühl, 17.10.2018 (BA/gm)

HIMA sichert Bahnübergänge im Großraum Athen

Kompakte standardisierte Commercial-off-the-Shelf (COTS)-Steuerungen von HIMA sichern Bahnübergänge auf der hoch frequentierten Strecke zwischen Athen und dem nahe gelegenen Hafen von Piräus. Der international tätige Systemintegrator AKTOR konzipierte auf Basis der HIMA-Komponenten eine Signallösung, die dem Sicherheitslevel SIL4 gemäß CENELEC entspricht und die in kompakten Schaltschränken direkt an den Gleisen installiert wird. Das Ergebnis: Erhöhte Sicherheit im Schienen- und Straßenverkehr sowie eine engere Zugtaktung und damit gesteigerte Fahrgastkapazität. Gleichzeitig tragen die offenen, modularen COTS-Komponenten zu einer erheblichen Senkung der Gesamtbetriebskosten bei. 

Die acht Kilometer lange Strecke zwischen Athen und Piräus ist hoch frequentiert. Ca. 20 Millionen Touristen nutzen jährlich das Passagierterminal im Hafen von Piräus – eines der größten dieser Art in Europa – und viele von ihnen fahren von dort mit dem Zug nach Athen. Auch schwere Güterzüge vom benachbarten Containerhafen verkehren auf dieser Linie. Für die Bahnbetreiber Hellenic Railways und Train OSE hat es oberste Priorität, dass der Zugverkehr auf dieser Strecke zuverlässig und vor allem sicher funktioniert. Die Schranken von drei Bahnübergängen wurden hier in der Vergangenheit noch manuell betrieben, weshalb eine Modernisierung der Infrastruktur zwingend erforderlich war. Mit der Leitung des Modernisierungsprojekts wurde das Unternehmen AKTOR betraut. Die Bahnübergänge für das ERMIS-LX-Projekt wurden mit leistungsfähigen COTS-Sicherheitssteuerungen von HIMA ausgestattet.

Die neue COTS-Lösung bietet umfassende Informationen zum Status der Schranken sowie erheblich verbesserte Signalsteuerungsmöglichkeiten – zum Beispiel über das von AKTOR entwickelte Überwachungssystem „ARTEMMIS“. Dieses erfasst alle Daten der dezentralen Geräte an den Gleisen und zeigt deren Status in Echtzeit auf einem Monitor an. Der Stationsleiter kann so bestimmte Befehle aus der Ferne erteilen, z.B. in einer Notfallsituation die Schranken zu schließen. Die offene Architektur der HIMA-Steuerungen gewährleistet zudem ein hohes Maß an Flexibilität für die Programmierer bei AKTOR, deren selbst entwickelte Funktionsblöcke wiederverwendet und im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung stetig weiterentwickelt werden können.

„Viele spezialisierte Stellwerk-Lieferanten unterstützen keine Peripheriegeräte anderer Hersteller“, erläutert Athanassios Zacharatos, Projektmanager Signaltechnik bei AKTOR. „Dies kann die Kosten ziemlich in die Höhe treiben. Und manchmal ist das System auch nicht flexibel genug, um die gewünschten Anforderungen zu realisieren. Einschließlich der Kosteneinsparungen, die wir durch die Freiheit bei der Auswahl der Peripheriegeräte-Lieferanten erzielen konnten, schätzen wir, dass wir durch den Einsatz der COTS-Steuerungen von HIMA insgesamt Einsparungen von ca. 40 Prozent erzielten konnten.“

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