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Betonage für erste Kelchstütze abgeschlossen

Bisher nie gebaute Betonschalenkonstruktion

Stuttgart, 24.10.2018 (BA/gm)
Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat am vergangenen Samstag erfolgreich die erste der 28 Kelchstützen für den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof betoniert. Damit ist das erste, rund zwölf Meter hohe Dachteil mit der Öffnung für ein Lichtauge im Rohbau hergestellt. Von 6 Uhr an ist am Samstagmorgen Beton geflossen. Bis zum Nachmittag wurden in gut 100 Betonmischer-Ladungen rund 700 Kubikmeter Material angeliefert. 

Noch nie gebaute Betonschalenkonstruktion
Die vom Büro ingenhoven architects entworfene Betonschalenkonstruktion wurde in dieser Form noch nie gebaut. Sie stellt für Ingenieure und Baukolonnen eine große technische Herausforderung dar. Insgesamt müssen für eine Kelchstütze über 1.000 Quadratmeter Fläche geschalt werden. Im gesamten Kelch befinden sich 350 Tonnen Bewehrungsstahl, die sich auf 22.000 einzeln vermessene Stahlstreben verteilen. Der 2017 hergestellte Kelchfuß besteht aus 35 Kubikmeter Beton, der nun darauf gesetzte obere Abschnitt ist in 700 Kubikmeter Beton gegossen. Der Durchmesser beträgt im oberen Bereich rund 32 Meter, der Durchmesser der Öffnung für das Lichtauge 16 Meter. Damit ist die Kelchblüte im Rohbau vollendet. Der Blütenkranz, die sogenannte Hutze für die Einfassung der markanten Lichtaugen, wird planmäßig erst später betoniert.

Der Bau des künftigen Bahnhofs nahm im Jahr 1997 im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs seinen Anfang. Das 32-köpfige Preisgericht wählte damals aus 126 eingereichten Vorschlägen einstimmig den Entwurf des Büros Ingenhoven aus.

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