Archive
Januar 2019
M D M D F S S
« Dez    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

vida und ÖBB-Konzernbetriebsrat trauern um Gerhard Nowak

Ehemaliger Vorsitzender der Gewerkschaft der Eisenbahner verstorben

Wien, 11.12.2018 (BA/gm)
Der Fachbereich Eisenbahn in der Gewerkschaft vida und der ÖBB-Konzernbetriebsrat trauern um den ehemaligen Vorsitzenden der Gewerkschaft der Eisenbahner (GdE), Gerhard Nowak, der in der Nacht von Sonntag auf Montag im 76. Lebensjahr verstorben ist. „Der viel zu frühe Tod von Gerhard Nowak ist ein schmerzlicher Verlust für die österreichische Gewerkschaftsbewegung. Auch nach seiner Versetzung in den Ruhestand blieb er als GdE-Ehrenvorsitzender mit Herz und Verstand sowie mit Rat und Tat der Gewerkschaft und den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern treu“, so vida-Vorsitzender, ÖBB-Konzernbetriebsrats-vorsitzender Roman Hebenstreit, und Günter Blumthaler, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Eisenbahn: „Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden von Gerhard Nowak.“ 

Gerhard Nowak wurde am 3. Juni 1997 am ao. Gewerkschaftstag der Gewerkschaft der Eisenbahner zum Nachfolger von Franz Hums gewählt. Er wurde am 26. Juli 1943 in Allensteig im Bezirk Zwettl geboren. Sein Vater war Bahnhelfer am dortigen Bahnhof, seine Mutter war als Bandweberin tätig. Nowak erlernte nach absolvierter Pflichtschule den Beruf des technischen Zeichners. Er trat 1965 in die Dienste der ÖBB. Begonnen hat seine Eisenbahnerlaufbahn als Güterzugschaffner, später war er im Stellwerksdienst tätig und wurde schließlich Fahrdienstleiter.

Seine Gewerkschafts- und Personalvertretungstätigkeit begann Nowak im Jahr 1967. Er absolvierte 1970 die Sozialakademie und wurde 1977 in den Personalausschuss der Bundesbahndirektion Wien als Vertreter des Verkehrsdienstes berufen. Seit 1984 war Gerhard Nowak Direktionssekretär der GdE für den Direktionsbereich Wien und Vizepräsident der Arbeiterkammer Niederösterreich.

1987 wurde er zum Vorsitzenden der sozialdemokratischen Eisenbahner und zum Zentralsekretär der Gewerkschaft der Eisenbahner gewählt. Seit 12. April 1995 war Gerhard Nowak Obmann des Zentralausschusses der Bediensteten der ÖBB. Im Herbst 1999 stellte Nowak seine Funktion als GdE-Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung.

Während seiner aktiven Zeit als Gewerkschaftsfunktionär setzte sich Nowak gegen Mitarbeiterabbau und für mehr Beschäftigte bei den ÖBB sowie für eine offensive Unternehmenspolitik zur Erschließung neuer ÖBB-Geschäftsfelder und für eine offensive Verkehrspolitik in Richtung Schiene ein.

Der ehemalige GdE-Vorsitzende kämpfte auch dafür, dass hunderte Lehrlinge nach ihrem Präsenzdienst eine reguläre Anstellung bei den ÖBB bekamen und nicht wie beabsichtigt, nach der Schutzfrist auf die Straße gesetzt wurden. Nowak forderte mehr Investitionen in „rollendes Material“ und die Infrastruktur, die Bahnhofsoffensive und eine Sicherung der Lehrlingsausbildung bei den ÖBB insgesamt. Darüber hinaus setzte er sich für den Weiterbestand und gegen den Abverkauf der „Eisenbahner-Schrebergärten“ entlang von Bahnlinien ein.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.