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„Geheimsache Bahn“

Neue Sonderausstellung über Mythen, Legenden und Geheimnisse aus 180 Jahren Eisenbahngeschichte im DB Museum • Eigens gezeichnete Illustrationen im Stil des Film noir als optisches Highlight • Schauspielführungen und Zeichen-Workshops runden Programm ab • Sonderausstellung wird bis 30. Juni 2019 gezeigt

„Geheimsache Bahn“

Nürnberg/Berlin, 14.12.2018 (BA/gm)
Eine außergewöhnliche Sonderausstellung präsentiert das DB Museum Nürnberg ab 14. Dezember 2018: „Geheimsache Bahn“ erzählt auf 200 Quadratmetern rund 30 kuriose Geschichten aus 180 Jahren Eisenbahngeschichte. Dabei werden Mörder gejagt, Spione enttarnt, Mythen und Legenden genauer unter die Lupe genommen. Interaktive Elemente ermöglichen es den Besucherinnen und Besuchern Codes zu knacken, Rätsel zu lösen und Geheimnisse zu lüften.

Mehrere Monate lang recherchierte das Ausstellungsteam in Archiven und Bibliotheken, um Licht in dunkle Kapitel der deutschen Eisenbahngeschichte zu bringen. Das Resultat: Eine spannende Sonderausstellung, die rätselhafte Geschichten aus Wirtschaft, Politik, Sport und der Welt der Reichen und Schönen erzählt. 

Von Spionen, Seifenspendern und versteckten Kameras
Zu sehen sind kuriose und zum Teil noch nie gezeigte Exponate, unter anderem aus Amerika, England, Polen und Frankreich. Ein besonderes Highlight: Das in Originalgröße und nach authentischen Konstruktionsplänen aus dem frühen 19. Jahrhundert angefertigtes Modell des Geislauterner Dampfwagens. Dieser gilt als eine der frühesten deutschen Lokomotiven, obwohl es sich dabei eigentlich um eine englische Erfindung handelt. Sie wurde kurzerhand von deutschen Ingenieuren ausspioniert und kopiert.

Von Spionage erzählt auch ein unspektakulär wirkender Seifenspender aus einer modernen Reisezugtoilette: Solch alltägliche Gegenstände wurden von Geheimdiensten gezielt als Briefkästen genutzt, um geheime Nachrichten hinter die feindlichen Linien zu bringen. Die Stasi machte den Agenten jedoch einen Strich durch die Rechnung und installierte versteckte Kameras in den Zugtoiletten, um die Spione zu enttarnen.

Morbides Flair verbreitet auch eine Gebeinkiste, die zum Transport von menschlichen Überresten mit der Eisenbahn gebräuchlich war. Ob eine Leiche eine Fahrkarte lösen muss, erfährt man aus der jeweiligen Dienstvorschrift.

Film noir trifft Graphic Novel
Neben vielen ungewöhnlichen Exponaten sind die eigens für die Ausstellung gezeichneten Illustrationen ein echter Hingucker. Sie erzählen von mysteriösen Umständen und gruseligen Geständnissen. Die ausdrucksstarken Werke des Gestalterteams von Marius Schreyer Design aus Nürnberg sind von besonderer Ästhetik und garantieren eine außergewöhnliche Museumserfahrung. Text ist hier Nebensache: Die Bilder transportieren die Geschichten, die dadurch greifbarer und lebendiger werden.

Oliver Götze, Direktor des DB Museums: „Die Ausstellung überrascht nicht nur inhaltlich mit vielen spannenden Geschichten, sondern ist auch optisch ein Hochgenuss. Unsere Besucherinnen und Besucher können sich wie Detektive in einem Film noir fühlen und auf eigene Faust die Eisenbahngeschichte durchleuchten.“

Begleitprogramm
Auch das Begleitprogramm zur Ausstellung verspricht Spannung: Schauspielführungen lassen die Besucherinnen und Besucher in die Welt von Mördern, Königen und Betrügern eintauchen. In Zeichen-Workshops können sich Groß und Klein in der Kunst des Illustrierens erproben. Und begleitende Vorträge erzählen von Eisenbahnredensarten und Stasi-Bespitzelungen. Ab Mitte Januar 2019 wird zudem immer sonntags um 13 Uhr eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung angeboten.

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