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Die Zukunft der Mobilität im Fokus

Verkehrsexpertin berichtet über Kopenhagener Erfolgsmodell

Köln, 18.12.2018 (BA/gm)
Die abgestimmte und nachhaltige Mobilitätsentwicklung braucht eine strukturierte Kooperation aller Beteiligten. Wie die engere Zusammenarbeit innerhalb von Verwaltungen gelingen kann, um attraktive Mobilitätsangebote in Städten und Gemeinden zu schaffen, diskutierten jetzt rund 100 kommunale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Fachtagung des Zukunftsnetz Mobilität NRW im Kölner Komed. Ziel der Veranstaltung unter dem Motto „Die Mobilitätswende – ein Gewinnerthema für Kommunen und Politik“ war es, die Potenziale der Mobilitätswende für die Teilnehmer erlebbar zu machen. 

Angeregt durch ein interaktives Programm betrachteten die Teilnehmer aus dem gesamten Rhein- und Siegerland die Chancen der Mobilitätswende aus verschiedenen Blickwinkeln: Wie Kinder ihre Schulen auch ohne Elterntaxi sicher und eigenständig erreichen, ältere Menschen mit Rollator mobil bleiben und Betriebe mit Mobilitätsmanagement Mitarbeiter gewinnen und gleichzeitig Geld sparen. Weitere Themen umfassten die Möglichkeiten von Mobilstationen und der Bürgerbeteiligung.

Organisiert wurde das Treffen vom Zukunftsnetz Mobilität NRW, dessen Geschäftsstelle beim Verkehrs-verbund Rhein-Sieg (VRS) angesiedelt ist. Es wurde vom Land NRW geschaffen, um Kommunen und Kreise darin zu unterstützen, nachhaltige Mobilitätsangebote zu entwickeln und umzusetzen.

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und des Nahverkehrs Rheinland, sagte in seiner Begrüßungsrede: „Regionale Kooperation und Vernetzung der Kommunen sind unverzichtbar für eine zukunftsfähige Mobilität vor Ort. Den Kommunen stehen die Koordinierungsstellen des Zukunftsnetz Mobilität NRW zur Seite. Sie helfen, gute Angebote zu initiieren, Mitarbeiter zu qualifizieren und das kommunale Mobilitätsmanagement langfristig zu verankern.“

Die Teilnehmer waren sich einig: Die Mobilität ist im Umbruch. Die autoorientierte Verkehrs- und Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte stößt an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober betonte: „Zukünftig werden die Kommunen Vorreiter sein, die in nahräumliche Strukturen investieren, die vernetzte und effiziente Mobilitätsangebote entwickeln und bewerben. Dafür ist eine enge, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit unabdingbar, denn Mobilität wird mehr und mehr zum Standortfaktor. Siedlungsentwicklung und Mobilität müssen gemeinsam betrachtet werden.“

Was passiert, wenn man die Bedürfnisse der Menschen zum zentralen Punkt der öffentlichen Raumplanung macht, zeigte Birgitta Bundersen Svarre, Dozentin und Mitarbeiterin im Raumplanungsbüro Jan Gehl. Sie stellte eindrückliche Beispiele ihrer Arbeit aus Großstädten wie Kopenhagen, das sich durch eine besondere Fahrradfreundlichkeit auszeichnet, aber auch aus ländlichen Regionen vor.

Das Zukunftsnetz Mobilität NRW ist ein Unterstützungsnetzwerk, das mit Förderung des Ministeriums für Verkehr Nordrhein-Westfalen Kommunen berät und dabei unterstützt, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Das Ziel: attraktive Mobilitätsangebote für lebendige, sichere und gesunde Kommunen und eine verlässliche Anbindung der ländlichen Räume an die Städte zu schaffen. Es gibt vier regionale Koordinierungsstellen: Westfalen, Ostwestfalen-Lippe, Rhein-Ruhr und Rheinland. Die Geschäftsstelle ist angesiedelt beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) in Köln.

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