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Siemens Mobility gewinnt 744-Millionen Euro-Auftrag von Amtrak in den USA

75 dieselelektrische Lokomotiven vom Typ Charger • Zugehörige Service- und Ersatzteilvereinbarung über 20 Jahre • Lokomotiven voraussichtlich ab Herbst 2021 in Betrieb

München, 25.12.2018 (BA/gm)
Die US-amerikanische Bahngesellschaft Amtrak hat bei Siemens Mobility 75 dieselelektrische Lokomotiven vom Typ Charger bestellt. Der Auftrag ist 744 Millionen Euro wert. Die 75 neuen Lokomotiven sollen die in die Jahre gekommene Diesellok-Flotte von Amtrak ergänzen und teilweise ersetzen, die im nationalen Fernverkehr und im Regionalverkehr von mehreren Bundesstaaten eingesetzt wird. Der Vertrag enthält außerdem eine mehrjährige Service- und Ersatzteilvereinbarung. Die neuen Lokomotiven sollen ab Sommer 2021 ausgeliefert und im Herbst 2021 in Betrieb genommen werden. 

Mit den neuen Lokomotiven sollen Züge befördert werden, die die USA von Norden nach Süden und von Osten nach Westen verbinden: Auto Train (Washington DC nach Orlando in Florida), California Zephyr (Chicago – San Francisco), Capitol Limited (Washington DC – Chicago), Cardinal (New York – Chicago), City of New Orleans (Chicago – New Orleans), Coast Starlight (Seattle – Los Angeles), Crescent (New York – New Orleans), Empire Builder (Chicago – Seattle), Lake Shore Limited (Boston – Chicago), Silver Star/Silver Meteor (New York – Miami), Southwest Chief (Chicago – Los Angeles) und Texas Eagle (Chicago – San Antonio – Los Angeles). Bis 2024 sollen alle Lokomotiven in Betrieb sein.

„Wir sind sehr dankbar für den Ausbau unserer vor fast zehn Jahren begonnenen Partnerschaft mit Amtrak, dem führenden Anbieter im Personenfernverkehr in den USA. Wir sind überzeugt, dass unsere Loks Amtrak dabei unterstützen, seinen Fahrgästen eine sichere, nachhaltige und führende Technologie zu bieten“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility. „Die Charger-Loks bieten erhöhten Fahrgastkomfort, bessere Verfügbarkeit und mehr Nachhaltigkeit über ihre gesamte Lebensdauer und werden Amtraks Personenfernverkehr damit weiter verbessern und noch effizienter machen.“

Die Loks vom Typ Charger gehören zu den in den USA am weitesten verbreiteten Lokomotiven im Personenverkehr: Die über 70 Charger-Loks legen jährlich über fünf Millionen Kilometer vor Personenzügen zurück. Ausgestattet sind sie mit hochmodernen Sicherheitssystemen wie dem Crash Energy Management System, das im Falle eines Zusammenstoßes die Energie ableitet, und dem hocheffizienten kommunikationsbasierten Zugsteuersystem Positive Train Control (PTC), das in den USA vorgeschrieben ist. Die Lokomotiven sind mit einem 4.400 PS starken 16-Zylinder-Motor QSK95 von Cummins ausgestattet und für eine Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h ausgelegt, um die Verfügbarkeit und die Beförderungskapazität zu erhöhen. Die stromlinienförmigen neuen Charger-Lokomotiven sind leiser als die bislang genutzten Dieselloks und verfügen über eine ausgefeiltere Traktionskontrolle.

Außerdem punkten die Loks mit mehr Umweltfreundlichkeit: Sie erfüllen die Abgasnorm der Stufe 4 (Tier 4) und stoßen gut 89 Prozent weniger Stickstoffoxide und 95 Prozent weniger Feinstaub aus als ihre Vorgänger (Tier 0).

Gemäß den „Buy America“-Vorschriften werden die neuen Lokomotiven im Werk von Siemens Mobility in Sacramento, Kalifornien, montiert. Die Fabrik bezieht bis zu 80 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen. Die Dieselmotoren werden von Cummins in Seymour, Indiana, hergestellt.

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