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Zuschlag erteilt für Eisenbahnnetz Elbe-Spree

Ostdeutsche Eisenbahn fährt ab Dezember 2022 den Regionalexpress RE 1 Magdeburg – Berlin – Frankfurt (Oder)

Magdeburg, 26.01.2019 (BA/gm)
Der Zuschlag für die Leistungen im Eisenbahnnetz Elbe-Spree wurde in dieser Woche erteilt. Bestandteil des Vertrages sind für Sachsen-Anhalt die Regionalexpress-Linien

  • RE 1 Magdeburg – Brandenburg – Berlin – Frankfurt (Oder)
  • RE 7 Dessau-Roßlau – Bad Belzig – Berlin – Senftenberg

Den Zuschlag für den RE 1 erhielt die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) und für den RE 7 die DB Regio AG. Der RE 1 wechselt also von DB Regio zur ODEG; der RE 7 bleibt bei DB Regio. Der Elbe-Spree-Vertrag beginnt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 und läuft 12 Jahre (bis Dezember 2034). Die Vergabe ist Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung der Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Stadt Berlin. 

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel sagte dazu: „Der RE 1 und der RE 7 sind für die Sachsen-Anhalter wichtige Zugverbindungen nach Berlin. Wir setzen daher große Erwartungen in die Ostdeutsche Eisenbahn und DB Regio, auf diesen Strecken jederzeit ein attraktives Angebot zu gewährleisten. Nur so wird es uns gelingen, noch mehr Fahrgäste zu gewinnen.“

Auf beiden Linien bleibt der bewährte Fahrplan erhalten
Für den RE 1 sind Neufahrzeuge von der ODEG vorgesehen: Eingesetzt werden sollen Doppelstocktriebwagen vom Typ Desiro HC des Herstellers Siemens mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h, 637 Sitzplätzen und 49 Fahrradabstellplätzen. Die Neufahrzeuge bieten zwei barrierefreie Toiletten je Fahrzeug und zwei Einstiegshöhen an den Servicewagen, die barrierefreien Einstieg auch bei verschiedenen Bahnsteighöhen ermöglichen. Die Fahrzeuge verfügen über Videoaufzeichnung mit Aggressionserkennungssystem, Armlehnen, Klapptische, Steckdosen, WLAN und Fahrgastinformationsbildschirme. Die 1. Klasse hat Sitze mit speziellem Lederbezug.

Beim RE 7 fahren auch künftig die bisherigen bewährten Fahrzeuge; sie werden allerdings zuvor umfassend modernisiert. Die Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und verfügen über 270 Sitzplätze, 21 Fahrradstellplätze und eine barrierefreie Toilette. Sie werden ausgerüstet mit Videoaufzeichnung, Armlehnen, Klapptischen, Steckdosen, Fahrgastinformationsbildschirme und WLAN.

Der Verkehrsvertrag umfasst 26,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr und ist damit die größte Vergabe im Schienenpersonennahverkehr in ganz Deutschland. Dabei hat das Land Sachsen-Anhalt einen Anteil von ca. 1,2 Mio. Zugkilometer pro Jahr.

Die ODEG ist in Teilen Sachsen-Anhalts bereits bekannt. Unterwegs ist sie einmal täglich auf der Strecke Stendal – Rathenow und hat drei Jahre alle Leistungen der Linie Stendal – Rathenow gefahren (fährt jetzt HANS). Die ODEG fährt bereits Leistungen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, darunter auch anspruchsvolle Linien wie Wismar – Wittenberge – Berlin – Cottbus und (Stendal –) Rathenow – Berlin – Jüterbog.

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