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Sima: Bundesregierung will Öffis massiv verteuern

Nächste Attacke gegen Wien: Geplante Erhöhung der Ökostrompreise richtet sich gezielt gegen die Wiener Bevölkerung

Wien, 01.02.2019 (BA/gm)
Als nächste Attacke von türkis-blau auf Wien wertet Wiens Öffi-Stadträtin Ulli Sima die geplante Änderung der sogenannten Ökostrompauschale: „Diese Änderung der bestehenden Regelung würde zu massiven Mehrkosten in Millionenhöhe für die Wiener Linien führen. Sie müssten künftig um das 50-fache des bisherigen Ökostrompreises bezahlen. Das ist völlig inakzeptabel, wir kämpfen schon seit langem und auf allen Ebenen dagegen und werden uns das so nicht gefallen lassen“, so Sima weiter. „In Zeiten des fortschreitenden Klimawandels das beste Öffi-Netz Europas dermaßen zu attackieren, ist einfach unfassbar“, so Sima. 

9 Millionen Belastung für Wiener Linien
Die Bundesregierung plant, die bestehenden Ökostrompauschalen zielgerichtet so zu verändern, dass speziell die Wiener Linien betroffen wären. Konkret würden diese statt bisher 180.000 Euro künftig nach ersten Berechnungen mindestens 9 Millionen Euro bezahlen müssen. „Die Wiener Öffis sind ein einziges Erfolgsprojekt, die 365 Euro Jahreskarte ist europaweit einzigartig und mit 800.000 Jahreskartenbesitzer gibt es mehr Jahreskartenbesitzer als zugelassene PKWs in unserer Stadt. Nun will die Bundesregierung dieses Erfolgsmodell ganz offensichtlich zerstören“, so Sima.

Regierung verfünfzigfacht die Strompauschalen für die Wiener U-Bahn
Im Regierungsprogramm ist die Abschaffung der sogenannten „Zählpunktsaldierung“ verankert. In Österreich gibt es nicht nur verbrauchsabhängige Stromkosten, sondern auch Pauschalbeträge wie die sogenannte Ökostrompauschale. Diese Beträge werden pro Zählpunkt – jener Stelle an dem Strom eingespeist wird – an den Stromempfänger verrechnet. Jeder Haushalt und jeder Betrieb verfügt über einen Zählpunkt. Das Wiener U-Bahn-Netz hat über 100 Versorgungspunkte, über die Strom bezogen wird, weil die Wiener Linien aus Sicherheitsgründen dazu verpflichtet sind, möglichst viele Anschlusspunkte zu haben. Schließlich müssen sie ihre Züge immer mit Strom versorgen können.

Bisher wurden diese 100 Punkte zu zwei Zählpunkten zusammengelegt, da Wien zwei verschiedene technische Systeme nutzt und es sich bei den Wiener Linien um einen Betrieb handelt – nicht um hundert Betriebe. Genau diese Zusammenlegung soll nun abgeschafft werden. Es soll künftig mit 100 Zählpunkten gerechnet werden. Kein anderes Unternehmen in Österreich verfügt über eine ähnlich hohe Anzahl an Zählpunkten. „Somit würde eine Änderung a la türkis-blau die Wiener Linien massiv treffen – und somit den öffentlichen Verkehr in der Millionenstadt“, so Sima abschließend.

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