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Knorr-Bremse AG präsentiert starke vorläufige Zahlen für 2018

Guidance voll erfüllt – weiteres profitables Wachstum für 2019 erwartet

München, 07.03.2019 (BA/gm)
Die Knorr-Bremse AG, Weltmarktführer für Bremssysteme und führender Anbieter von Subsystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat am heutigen Donnerstag seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 präsentiert.

„Knorr-Bremse blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück und wir freuen uns über die positive Entwicklung unserer beiden Geschäftsbereiche. Trotz eines unsicheren, volatilen Marktumfelds stieg die Nachfrage nach Knorr-Bremse Systemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge auf ein neues Höchstniveau. Wir sind stolz darauf, allein im chinesischen Markt 26 Projekte im Bereich der Metrolinien gewonnen zu haben – ein Beweis für die hohe Wertschätzung, die unsere Systeme genießen“, so Klaus Deller, Vorsitzender des Vorstands der Knorr-Bremse AG. „Mit organischem Wachstum sowie strategischen Akquisitionen in beiden Segmenten haben wir die Weichen für unsere aktive Mitgestaltung der globalen Megatrends Urbanisierung, Eco-Effizienz, Digitalisierung und automatisiertes Fahren gestellt. Diese Positionierung wird auch durch die Kursentwicklung unserer Aktie honoriert.“ 

Mit der jüngsten Übernahme des Geschäftsbereichs Lenksysteme für Nutzfahrzeuge von Hitachi Automotive Systems durch das Segment CVS hat Knorr-Bremse einen wichtigen Schritt hin zum globalen Anbieter von Lösungen in den Bereichen Fahrerassistenz und hochautomatisiertes Fahren vollzogen.

Starkes organisches Wachstum
Währungsbereinigt stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um 10,5%. Der ausgewiesene Umsatz für das Gesamtjahr erhöhte sich um 7,5% auf 6.616 Mio. EUR (2017: 6.154 Mio. EUR). Das Segment RVS verzeichnete ein dynamisches Wachstum von 6,2% gegenüber dem Vorjahr. Das Segment CVS ist mit 9,3% gegenüber dem Vorjahr besonders stark gewachsen. In beiden Segmenten konnte der Umsatz fast ausschließlich durch organisches Wachstum gesteigert werden. Alle Regionen haben hierzu beigetragen. Das starke OE-Geschäft hat dieses Wachstum maßgeblich gestützt, was zusammen mit den getätigten Portfolioveräußerungen zu einem Rückgang des Nachmarktanteils am Gesamtumsatz auf 33,8% (2017: 35,3%) führte.

Anhaltend solide Profitabilität
Auf Konzernebene erwirtschaftete Knorr-Bremse im Geschäftsjahr 2018 ein EBITDA von 1.178 Mio. EUR, was eine Steigerung von 5,6% gegenüber 2017 (1.116 Mio. EUR) bedeutet. Das entspricht einer Marge von 17,8%, knapp unter Vorjahr und im vorgegebenen Margenkorridor. Bereinigt um die Erstattung der Kosten des Börsengangs durch den verkaufenden Gesellschafter wurde ein EBITDA von 1.193 Mio. EUR erzielt, was einer Marge von 18,0% entspricht. Der Betrag wurde IFRS-konform in der Bilanz und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Das operative EBITDA – bereinigt um die Umsätze (68 Mio. EUR) und Verluste (-11 Mio. EUR) der im Jahr 2018 veräußerten Unternehmen in den Bereichen Zugwartung und Simulation – lag bei 1.204 Mio. EUR und erreichte somit eine EBITDA-Marge von 18,4%. Das hohe Niveau dieser Ergebnisgrößen konnte trotz des Rückgangs des Nachmarktanteils am Umsatz, höherer Materialkosten und Engpässen in der Lieferkette erreicht werden. Die F&E-Quote sank aufgrund des hohen Umsatzwachstums leicht auf 5,5% (2017: 5,8%), erreichte jedoch wiederum ein im Wettbewerbsvergleich hohes Niveau.

Das im Geschäftsjahr 2018 um 7,6% gesteigerte Konzern-EBIT von 972 Mio. EUR (2017: 904 Mio. EUR) führte zu einer gegenüber dem Vorjahr stabilen Marge von 14,7%. Die angepasste EBIT-Marge erreichte 14,9%, die operative EBIT-Marge 15,6%.

Auftragseingang und Auftragsbestand unterstreichen den mittelfristigen Ausblick
Mit 7.001 Mio. EUR und einer Book-to-Bill-Ratio von 1,06 lag der Auftragseingang von Knorr-Bremse erstmals in der Unternehmensgeschichte über der Marke von 7 Mrd. EUR. Der Auftragsbestand erreichte Ende 2018 mit 4.563 Mio. EUR ein erneut gestiegenes Niveau. Gegenüber dem Vorjahr (4.177 Mio. EUR) ergab sich ein Anstieg um 9,2%.

Segmente

Systeme für Schienenfahrzeuge (RVS)
Im Segment RVS lag der Umsatz mit 3.462 Mio. EUR um 6,2% über dem Vorjahr (2017: 3.260 Mio. EUR) und führte zu einer EBITDA-Marge von 20,0% (2017: 19,6%). Das Wachstum im Europa-Geschäft wurde vor allem in den Bereichen Lokomotiven, R&C und Metro erzielt. In Asien konnten insbesondere das OE-Geschäft in Indien und das Servicegeschäft in China starke Zuwächse erzielen. In Nordamerika wies das Frachtgeschäft eine positive Entwicklung aus. Überdies wurde die verbesserte ausgewiesene EBITDA-Marge durch Volumenwachstum und striktes Kostenmanagement erzielt. Bereinigt um die Effekte aus Unternehmensveräußerungen stieg der Umsatz im Nachmarktgeschäft um 5,8%. Der Anteil des Nachmarktgeschäftes am Umsatz im Segment RVS betrug 40%.

Systeme für Nutzfahrzeuge (CVS)
Im Segment CVS stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 9,3% auf 3.160 Mio. EUR (2017: 2.891 Mio. EUR). Dieser Zuwachs resultierte vor allem aus einem Anstieg der weltweiten Nutzfahrzeugproduktion um 6% und dem überdurchschnittlichen Wachstum bei den Ausstattungsumfängen, insbesondere bei pneumatischen Scheibenbremsen. Das Europa-Geschäft verzeichnete ein robustes, überdurchschnittliches Wachstum. Die Zuwächse im Nordamerika-Geschäft entwickelten sich besser als der ohnehin dynamische Markt in der Region. In China konnten trotz der rückläufigen Nutzfahrzeugproduktion Zuwächse erzielt werden. Gestiegene Materialkosten und Engpässe in der Lieferkette haben das Ergebnis jedoch belastet, was zu einer EBITDA-Marge von 16,4% führte (Vorjahr 17,4% mit einem ungewöhnlich starken vierten Quartal 2017). Der Anteil des Nachmarktgeschäftes am CVS Umsatz betrug im Berichtszeitraum 27%.

F&E-Ausgaben und Mitarbeiterzahl über Vorjahresniveau
Im Geschäftsjahr 2018 wurden 364 Mio. EUR (Vorjahr 359 Mio. EUR) für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausgegeben. Starkes Umsatzwachstum führte zu einer leicht geringeren F&E-Quote von 5,5% (Vorjahr: 5,8%). Damit liegt Knorr-Bremse weiterhin über dem Wettbewerb.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter zum Jahresende 2018 wuchs um 2,7% auf 28.452 und damit weniger stark als der Umsatz.

Aufnahme in den MDAX zum 18. März 2019
Die Deutsche Börse hat Knorr-Bremse am 5. März 2019 gemäß den Fast-Entry-Regeln in den MDAX zugelassen. Ralph Heuwing, CFO: „Nach unserem Börsendebüt im Oktober ist dies ein wichtiger Meilenstein für Knorr-Bremse und seine Aktionäre. Ausgehend von unserer Prognose für 2019 sind wir zuversichtlich, weiterhin Wert für alle Interessensgruppen zu schaffen.“

Ausblick für das Gesamtjahr 2019
Makroökonomische und politische Risiken nehmen zu, Handelskonflikte und Brexit sind nur zwei Beispiele dafür. Unter der Annahme eines stabilen gesamtwirtschaftlichen und politischen Umfelds, rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2019 mit einem Umsatz von 6.800 bis 7.000 Mio. EUR und einer EBITDA-Marge von 18,0% bis 19,0%. Dies liegt im Rahmen des beim Börsengang im vergangenen Jahr veröffentlichten mittelfristigen Ausblicks, der unverändert bleibt.

Die vorgenannten Zahlen sind vorläufig und ungeprüft. Die vollständigen Ergebnisse und der vollständige Jahresbericht sind ab 30. April 2019 auf der Website www.knorr-bremse.com abrufbar.

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