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VDV begrüßt Bericht der Leopoldina-Forscher zur Verkehrswende

Köln, 12.04.2019 (BA/gm)
Der VDV begrüßt die am vergangenen Dienstag von Forschern der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) veröffentlichte Stellungnahme zu den Auswirkungen von Stickstoffoxiden und Feinstaubbelastung im Verkehr. Die Forscher machen deutlich, dass „kleinräumige und kurzfristige Beschränkungen“ wie bspw. Fahrverbotszonen nicht zu den gewünschten Emissionsrückgängen führen. Stattdessen empfehlen sie einen Mix aus kurz- und mittelfristigen Maßnahmen, der zu einem Rückgang des Autoverkehrs beitragen soll. Das lasse sich „durch sozial ausgewogene Änderungen des Steuer- und Abgabensystems sowie höhere Treibstoffpreise beschleunigen“, sowie durch einen Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs. 

VDV-Präsident Ingo Wortmann dazu: „Die Wissenschaftler der hochrenommierten Leopoldina machen in ihrem Bericht deutlich, dass eine Verkehrswende zur Erreichung der Klimaschutzziele nicht ohne eine konsequente Förderung und Modernisierung des Nahverkehrs funktionieren kann. Darüber hinaus empfehlen sie die zeitnahe Entwicklung eines Konzepts für eine nachhaltige Verkehrswende, statt die Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen, die weniger Erfolg versprechen als ein ganzheitlicher Ansatz. Dies entspricht auch der Meinung unserer Branche und des VDV.

Wir haben immer betont, dass eine nachhaltige Reduktion von Emissionen im Verkehr nicht über Nacht und nicht durch aktionistische Einzelmaßnahmen erreicht werden kann, sondern nur über ein umfassendes und mit allen entscheidenden Akteuren abgestimmtes Maßnahmenbündel. Dass der ÖPNV und die Eisenbahnen dabei im Zentrum der Überlegungen für mehr klimafreundliche Mobilität bei weniger Verkehr stehen müssen, ergibt sich aus der Tatsache, dass unsere Fahrzeuge effizient und bereits weitestgehend klimafreundlich unterwegs sind. Der Ausbau der Elektromobilität oder die Bündelung von Verkehren sind seit jeher unser Kerngeschäft. Das Klimakabinett der Bundesregierung und auch die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität müssen die wichtigen Hinweise der Leopoldina-Forscher nun aufnehmen und konsequent umsetzen.“

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