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Akku-Zug feierte Premiere in Wiener Neustadt

LH Mikl-Leitner: Niederösterreich ist immer bestrebt einen Beitrag für die Umwelt zu leisten

St. Pölten, 14.04.2019 (BA/gm)
Den neuen „Cityjet eco“ präsentierten am vergangenen Freitag Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Klaus Schneeberger, ÖBB Personenverkehr Vorständin Michaela Huber, Siemens-Geschäftsführer Arnulf Wolfram und VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll am Hauptbahnhof in Wiener Neustadt im Rahmen des Nahverkehrskongresses der Verkehrsverbünde. Der von Siemens und ÖBB entwickelte Triebwagen ist eine umweltfreundliche Lösung für den Einsatz auf nicht-elektrifizierten Strecken. Auf dem Dach des Zuges befindet sich ein Batteriesystem, das sich auf elektrifizierten Abschnitten über den Stromabnehmer auflädt. Im Vergleich zu den Dieselfahrzeugen kann der „Cityjet eco“ die nicht-elektrifizierten Teilstücke nahezu geräuschlos und emissionslos bewältigen. 

„Die Präsentation des Akku-Zuges in Wiener Neustadt ist eine Auszeichnung und eine Bestätigung unserer Vorreiterrolle im Bereich der Elektromobilität“, freute sich die Landeshauptfrau. „Jedes vierte Elektroauto, das in Österreich unterwegs ist, kommt aus Niederösterreich. Unser Bundesland hat die meisten Ladestationen in ganz Österreich“, führte sie weiter aus. „Niederösterreich ist immer bestrebt einen Beitrag für die Umwelt zu leisten und möchte den Kohlendioxid-Ausstoß reduzieren sowie das ökologische Denken vorantreiben“, so Mikl-Leitner.

Mit wenig Aufwand wurde ein Cityjet umgerüstet und mit dem neuen System ausgestattet. „Dieser Zug kann Nebenstrecken und Hauptstrecken befahren. Die Akkus werden unter dem Fahren auf der Hauptstrecke wieder aufgeladen“, erklärte Siemens Geschäftsführer Arnulf Wolfram. Diese Innovation sei maßgeschneidert für das österreichische Streckennetz, so Wolfram.

„Knapp ein Viertel der Bahnstrecken in Österreich sind noch nicht elektrifiziert. Dieses Leuchtturmprojekt hat das Potenzial, die Treibhausgasemissionen im Bahnverkehr weiter massiv zu reduzieren,“ führte ÖBB Vorständin Huber aus. Der neue Zug werde in Ostösterreich und in Südösterreich getestet, informierte Huber.

„Der Nahverkehrskongress der Interessensgemeinschaft der Verkehrsverbünde hat wieder gezeigt, wie wichtig und notwendig das Miteinander von Gemeinden, Städten und Bundesländern ist,“ betonte Schroll vom Verkehrsverbund Ost-Region.

Auch für die Fahrgäste erhöht sich der Komfort durch den „Cityjet eco“: Es gibt moderne und bequeme Sitze, WLAN, Klimaautomatik und Barrierefreiheit. Der „Cityjet eco“ wird ab dem zweiten Halbjahr 2019 im Fahrgastbetrieb auf Herz und Nieren getestet.

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