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Brenner Basistunnel: 100 Kilometer Tunnel ausgebrochen

44 Prozent des insgesamt 230 km langen Tunnelnetzes wurden vorgetrieben • 15 Jahre Staatsvertrag – am 30.4.2004 wurde der Grundstein zur Errichtung der BBT SE gelegt

Innsbruck/Bozen, 01.05.2019 (BA/gm)
Bereits 100 km der längsten unterirdischen Eisenbahnverbindung der Welt wurden bis dato ausgebrochen. Davon entfallen über 40 km auf den ca. 60 km langen Erkundungsstollen. Der SCAN-MED Korridor im Herzstück dieses europäischen Infrastrukturprojekts wächst also beharrlich weiter. Alle Mitarbeiter der BBT SE arbeiten gemeinsam mit den Verantwortlichen Österreichs und Italiens daran, diese Unterquerung der Alpen zügig voranzutreiben. Im Jahr 2028 soll der Betrieb für den Güter- bzw. Personenverkehr aufgenommen und eine völlig neue Dimension der Mobilität für Personen und des Transports von Gütern im Brennerkorridor beginnen. 

EU steht zu 100 Prozent hinter „Leuchtturmprojekt“ BBT
Pat Cox, der Europäische Koordinator des SCAN-MED Kernnetz-Korridors stellt hinsichtlich allgemeiner Investitionen in Infrastrukturen durch die „Connecting Europe Facility“ (CEF) eine Mitfinanzierung von 50% für grenzüberschreitende Verbindungen, die bahntechnische Ausrüstung und innovative Technologien in Aussicht. Eine zusätzliche Förderung von 5% für Projekte, in denen es einen hohen Grad an strukturiertem Austausch und Vernetzung gibt, ist möglich.

Als grenzüberschreitendes Vorzeigeprojekt repräsentiert der BBT ein gemeinsames Europa. Bereits in der Bauphase dieses Jahrhundertprojekts entsteht ein wertvoller Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen und Organisationen verschiedener Länder, wodurch der europäische Gedanke noch zusätzlich bekräftigt wird.

Mit dem BBT-Projekt erhält die europäische Gemeinschaft ein einheitliches System im Zugverkehr und schafft wertvolle Arbeitsplätze. Für Verkehrs-EU-Kommissarin Violeta Bulc ist der BBT ein „Leuchtturm“, der dafür sorgen wird, dass die europäischen Staaten einander näher rücken und deren Märkte stärker und effizienter funktionieren. Die technischen Innovationen sind wegweisend für die Zukunft. Die EU steht zu 100 Prozent hinter dem Brenner Basistunnel.

Brenner Basistunnel: 15 Jahre Staatsvertrag am 30. April 2019
Mit dem Staatsvertrag wurde der Grundstein für den BBT als europäisches Infrastrukturprojekt gelegt. Am 30. April 2004 unterzeichneten die beiden ehemaligen Verkehrsminister Österreichs und Italiens, Hubert Gorbach derzeit Aufsichtsratsmitglied des BBT und sein Amtskollege Pietro Lunardi, den Vertrag in Wien.

Dieser prägnant gestaltete Text des Staatsvertrages hat nach wie vor Gültigkeit und war damals wie heute ein Beispiel grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Im Jahr 2009 wurde das Projekt in Österreich und Italien genehmigt.

Besichtigung der BBT-Baustellen
Am 2. Juni 2019 findet in Mauls (Italien) der „Tag des offenen Tunnels“ statt. Am 15. September 2019 öffnet der BBT auf österreichischer Seite die Tunnelportale.

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