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Mehr Kapazität auf dem RE 5 (RRX)

National Express, SPNV-Nord, NVR und VRR sorgen für mehr Kapazität auf dem RE 5 (RRX) • Keine Umsetzung des aufwändigen Stärken/Schwächen-Konzepts in Remagen

Köln, 02.05.2019 (BA/gm)
Um die Betriebsstabilität auf der Linie RE 5 (RRX) zu erhöhen, haben sich die SPNV-Aufgabenträger Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR), Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) gemeinsam mit der National Express Rail GmbH entschieden, Änderungen am Betriebskonzept vorzunehmen.

Die SPNV-Aufgabenträger stimmten dem Vorschlag von National Express zu, eines der Betriebsreserve-fahrzeuge im täglichen Fahrbetrieb zu nutzen, um das zeitaufwändige An- und Entkuppeln im Bahnhof Remagen zu vermeiden und dabei deutlich mehr Sitzplätze für die Fahrgäste anzubieten. Somit wird das für den Streckenabschnitt Remagen – Koblenz vorgesehene Stärken/Schwächen-Konzept nicht umgesetzt. Der Mehraufwand für den Einsatz des zusätzlichen Fahrzeuges wird durch die SPNV-Aufgabenträger finanziert. 

Vertraglich vorgesehen war ein Stärken/Schwächen-Konzept in Remagen, bei dem der sonst von Wesel bis Remagen in Doppeltraktion, also mit zwei Zugteilen (800 Sitzplätze), verkehrende RE 5 (RRX) ab Remagen mit nur einem Zugteil (400 Sitzplätze) bis Koblenz weiterfährt, dort wendet und in Remagen schließlich wieder an einen weiteren Zugteil angekoppelt wird. Auf Grundlage dieser ursprünglichen Planung wurde auch die für den Betrieb auf dem RE 5 (RRX) benötigte Anzahl an Fahrzeugen ermittelt. Aufgrund der in den letzten Jahren gestiegenen Belastung der linken Rheinstrecke zwischen Köln und Koblenz, hätte dieses Verfahren jedoch die betrieblichen Abläufe auf der ohnehin schon für Verspätungen anfälligen Strecke erheblich gefährdet. Mit dem Reservefahrzeug können die Fahrten in Doppeltraktion zugunsten der Fahrplanstabilität nun auch auf der Strecke Remagen – Koblenz fortgesetzt werden.

National Express erhielt im Oktober 2015 im Rahmen eines europaweit durchgeführten Vergabeverfahrens den Zuschlag für drei der fünf Linien des „Rhein-Ruhr-Express“ (RRX). Dafür werden dem Unternehmen von den SPNV-Aufgabenträgern, die für die Planung, Organisation und Finanzierung des schienengebundenen Regionalverkehrs in der Region verantwortlich sind, für den Betrieb der drei RRX-Linien RE 5 (ab 09.06.2019), RE 6 (ab 15.12.2019) sowie RE 4 (ab 15.12.2020) insgesamt 51 RRX-Fahrzeuge des Typs Siemens Desiro HC zur Verfügung gestellt. Um die Betriebsreserve dauerhaft wieder auf das ursprüngliche Niveau anzuheben, ergänzt ab Dezember 2020 ein 52. Fahrzeug die National Express-Flotte.

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