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RMV-Tochter fahma bestellt größte Brennstoffzellenzug-Flotte der Welt bei Alstom

Ein Auftrag im Wert von rund 500 Mio. € • Fahrzeuge ersetzen ab 2022 Dieseltriebwagen auf vier Regionalzuglinien im Taunus

Brennstoffzellenzug

Salzgitter, 21.05.2019 (BA/gm)
Der französische Hersteller Alstom wird 27 Brennstoffzellenzüge bis zum Fahrplanwechsel 2022 auf 2023 an die RMV Tochter fahma liefern. Der Auftrag beinhaltet neben den Zügen auch die Versorgung mit Wasserstoff, die Instandhaltung und das Vorhalten von Reservekapazitäten für die nächsten 25 Jahre. Die Versorgung mit Wasserstoff bietet Alstom in Kooperation mit der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG an. Das Gesamtauftragsvolumen beziffert sich auf rund 500 Millionen Euro. 

Für Dr. Jörg Nikutta, Geschäftsführer für Alstom in Deutschland und Österreich, hat der Auftrag eine besondere Bedeutung: „Wir freuen uns sehr, dass die emissionsfreien Coradia iLint Regionalzüge von Alstom zukünftig in Hessen unterwegs sind und Passagiere im Taunus klimafreundlich befördern. Dieser neue Erfolg, gepaart mit dem bisherigen Erfolg des Coradia iLint, zeigt, dass zukunftsweisender und nachhaltiger Verkehr bereits Realität ist.“

„Die Anschaffung der 27 Fahrzeuge ist ein Leuchtturmprojekt der Brennstoffzellenmobilität, über das ich mich sehr freue“, sagt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). „Der Bund unterstützt diese Investition in klimafreundliche Mobilität, indem er 40 Prozent der Fahrzeugmehrkosten übernimmt, die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen anfallen, sowie durch eine anteilige Förderung der Wasserstofftankstelle. Das Projekt hat für das BMVI Modellcharakter. Wir hoffen, dass noch viele weitere Projekte in Deutschland diesem Beispiel folgen werden.“

„Auf Hessens Schienen sind heute noch vielerorts Dieselfahrzeuge unterwegs, weil Oberleitungen fehlen. Der Brennstoffzellen-Antrieb ist dabei eine schnell umsetzbare Alternative zur Elektrifizierung“, sagt der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Der Verkehr ist in Hessen für ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wasserdampf statt Dieselruß ist deshalb ein spannender Ansatz. Wir werden das Projekt weiter tatkräftig unterstützen und uns dafür einsetzen, dass die nötigen Anpassungen an der Schieneninfrastruktur rund um die Wasserstofftankstelle in Höchst schnell voranschreiten.“

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