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Gut für Pendler, gut fürs Klima

AK-Präsident Kalliauer fordert günstiges Öffi-Jahresticket für ganz Oberösterreich

Linz, 30.06.2019 (BA/gm)
Oberösterreich ist ein Pendler-Land. Mehr als 400.000 Menschen pendeln Tag für Tag zu ihrem außerhalb ihrer Wohngemeinde liegenden Arbeitsplatz. Wer dabei weitere Strecken zurücklegen muss, für den ist der öffentliche Verkehr oft untauglich und teuer. Bis zu 2.341 Euro kostet eine Jahreskarte im OÖ Verkehrsverbund. „Ein preislich attraktives Jahresticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Bundesland wäre ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und würde die Verkehrssicherheit erhöhen“, ist AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer überzeugt. 

Die Qualität des öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum ist hierzulande verbesserungswürdig, vor allem bei Langstrecken ist man mit dem Auto wesentlich schneller. Manche Verbindungen sind wirklich nicht attraktiv, das hohe Preisniveau für lange Strecken ist daher nicht gerechtfertigt. Ein deutlich günstigeres Jahresticket wäre ein gute Alternative, die Fahrgäste könnten das Ticket zum Pendeln im Berufsverkehr, aber auch für Freizeitfahrten einsetzen. Für die Arbeiterkammer wäre ein Preis von etwa 700 Euro für das Jahresticket denkbar, mit Stadtverkehr Linz etwa 900 Euro. Ähnliche Tickets werden bereits in mehreren Bundesländern (Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Wien) angeboten und gut angenommen.

Derzeit kostet die teuerste Jahreskarte im OÖ Verkehrsverbund 2.341 Euro. Das ist eindeutig zu viel. Der Einnahmenausfall für die Verkehrsbetriebe würde sich aber in Grenzen halten. Solche Langstrecken spielen in der Praxis ohnehin kaum eine Rolle.

Lohnen würde sich das von der AK vorgeschlagene Jahresticket nicht nur für Autofahrer/-innen, die auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, sondern auch für manche, die jetzt schon längere Distanzen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Wer zum Beispiel zwischen Freistadt und Linz pendelt, zahlt – je nach Verbindung – derzeit zwischen 958 und 1.058 Euro für die Jahreskarte, würde sich also bis zu 358 Euro ersparen.

Vor allem aber wäre so ein günstiges Jahresticket ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. „Wenn nur fünf Prozent der Pendler das neue Angebot in Anspruch nehmen und vom Auto auf die Öffis umsteigen, dann wären das 20.000 Personen. Da könnte man jedenfalls von einem großen Gewinn für die Umwelt und für die Verkehrssicherheit reden“, so Kalliauer. Für den Verkehrsverbund wäre damit zudem ein erheblicher Fixkosten-Deckungsbetrag verbunden.

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