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Elektrifizierung Südbahn: Halbzeit auf der schwäbischen Eisenbahn

Zugverkehr seit Montag wieder durchgängig • Bauarbeiten an der Südbahn konnten für das erste Halbjahr 2019 wie geplant abgeschlossen werden • Interessenverband Südbahn besichtigte Baufortschritte entlang der Strecke

Stuttgart, 21.07.2019 (BA/gm)
Die Arbeiten der Deutschen Bahn zur Elektrifizierung der Südbahn schreiten wie geplant voran. Seit vergangenen Montag rollen die Züge nun wieder umsteigefrei zwischen Ulm und Friedrichshafen. Der Interessenverband Südbahn überzeugte sich am vergangenen Mittwoch im Rahmen einer Infotour über den Baufortschritt entlang der Strecke. Programmpunkte waren die Straßenüberführungen in Biberach, Laupheim und Ulm-Donautal, der Einsatz von Großgeräten für die Oberleitung und der Logistikstandort der Fa. Spitzke SE, die die Oberleitung baut. 

Martin Glaser, Projektleiter für die „Elektrifizierung Südbahn“ bei der DB Netz, freute sich über das große Interesse der Teilnehmenden und begrüßte unter anderem den Landrat des Bodenseekreises und Vorsitzenden des Interessenverbands Südbahn Lothar Wölfle, und den Direktor des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben Wilfried Franke, sowie Heinrich Grieshaber, ehemaliger Präsident der IHK Bodensee-Oberschwaben und aktuell im Vorstand des Interessenverbands Südbahn wie auch Thomas Glaß, Leiter des Referats Schienenpersonennahverkehr des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg.

Lothar Wölfle und Wilfried Franke betonten: Dass das Projekt „Elektrifizierung der Südbahn“ nun umgesetzt wird ist auch dem frühen und starken Engagement der Region, gebündelt durch den Interessenverband Südbahn, zusammen mit dem Einsatz des Landes Baden-Württemberg zu verdanken.

Mittlerweile sind die Arbeiten beinahe bei der Halbzeit angelangt. Die enormen Arbeitsfortschritte können auch Bahnfahrende entlang der Strecke zwischen Ulm und Aulendorf bereits sehen.

Ca. 1.800 der insgesamt weit über 4.000 Oberleitungsmasten und ca. 120 km der erforderlichen ca. 310 km „Kettenwerkslänge“ (Fahrdraht mit Aufhängung) sind bereits erstellt, darüber hinaus der erforderliche Kabeltiefbau, Teile der Oberbauertüchtigung für höhere Geschwindigkeiten, die Straßenbrücke Benzstraße in Ulm-Donautal und 400 m Stützwände südlich der Adenauerbrücke.

Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs beendet auch einen weiteren Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen, der aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten zwischen Biberach (Riß) und Aulendorf erforderlich war. Wie schon im vorherigen Abschnitt zwischen Ulm und Laupheim (West) im Herbst 2018 zieht die Deutsche Bahn ein positives Fazit: Das Gesamtkonzept des SEV hat auch zwischen Biberach und Aulendorf insgesamt erneut gut funktioniert. Täglich von Montag bis Sonntag waren ca. 100 Busfahrten im SEV unterwegs. Fast alle Fahrten wurden mit einem Gelenkbus (18m-Bus) ausgeführt. Die Busse hatten ausreichend Kapazitäten und die Fahrzeiten waren dabei sehr gut aufeinander abgestimmt.

Zur Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gab es von den Fahrgästen trotz der längeren Reisezeiten überwiegend positive Rückmeldungen. Auch beim Transport von Kinderwägen, Fahrrädern und Gepäck lief es weitestgehend problemlos.

Dass der Umstieg vom Zug auf den Bus und umgekehrt für die Reisenden möglichst unkompliziert gestaltet werden konnte, war auch dem Einsatz zahlreicher Mitarbeiter zu verdanken, die als so genannte „Reisendenlenker“ vor Ort den Fahrgästen für Fragen und Hinweise zur Verfügung standen.

Weiterführende Informationen zum Sommer-Fahrplan und den geplanten Änderungen ab dem 16. September 2019:

  • Ab 15. Juli bis 15. September 2019 umsteigefreie Verbindungen Ulm-Friedrichshafen

zwei zusätzliche RE Züge als Ersatz für IC 118/IC119:
Anschluss an IC 119 nach Innsbruck: RE 4247 Ulm Hbf ab 14.12 (mit Halt in Biberach (Riß), Aulendorf und Ravensburg) sowie Friedrichshafen Stadt an 15:35 Uhr – Lindau Hbf an 15:54 Uhr

Anschluss aus IC 118: RE 4248 Lindau ab 12:02 Friedrichshafen ab 12:31 Uhr (mit Halt in Ravensburg, Aulendorf, Biberach) Ulm Hbf an 13:43 Uhr.

Ab 16. September bis 3. November 2019 wird der Streckenabschnitt zwischen Ulm Hauptbahnhof und Laupheim West/Stadt gesperrt. Wie schon im Herbst 2018 werden zusätzlich zu den Bussen mit Zwischenhalt auch Schnellbusse im Schienenersatzverkehr (SEV) eingesetzt. Abfahrt der SEV-Busse ist immer an der Haltestelle Schillerstraße abfahren. Durch den neuen Bahnhofssteg in Ulm Hauptbahnhof können alle Bahnsteige leicht erreicht werden.

Ab 16. September 2019 ist gleichzeitig auch die Strecke zwischen Friedrichshafen und Lindau gesperrt. Die Sperrung dauert bis zum 20. Dezember 2019 an. SEV wird eingerichtet.

04. November bis 20. Dezember 2019: SEV zwischen Biberach und Aulendorf

Mit der Elektrifizierung der Südbahn realisiert die Deutsche Bahn AG wie geplant in den nächsten Jahren schrittweise die lang erwartete Verbesserung der Anbindung des Bodenseeraumes und Oberschwabens an das nationale und internationale Schienenstreckennetz. Im Jahr 2019 liegt der Schwerpunkt der Bauarbeiten in den Abschnitten Ulm–Aulendorf und Friedrichshafen–Lindau. Die ausgebaute Südbahn bietet künftig einen entscheidenden Impuls für einen umweltfreundlichen Tourismus und für eine weitere Verkehrsverlagerung hin zur Schiene.

Infos finden sich auf dem Bauinfoportal im Internet.

Die Südbahn-Baugeschichten finden Sie hier.

Darüber hinaus können Fragen und Anregungen per E-Mail an dbnetz.suedwest@deutschebahn.com gerichtet wenden.

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