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„Unsere Kunden würden von einer niedrigeren Mehrwertsteuer erheblich profitieren“

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz unterstützt ausdrücklich den Vorschlag, die Mehrwertsteuer auf Fernverkehrsfahrkarten zu senken • „Zugleich weiterer Spielraum für zusätzliche Züge“

Berlin, 30.07.2019 (BA/gm)
Die Deutsche Bahn unterstützt ausdrücklich den Vorschlag, künftig die Mehrwertsteuer für Fernverkehrs-fahrkarten zu senken. DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz erklärte zu der aktuellen Debatte in Berlin: „Unsere Kunden würden von einer niedrigeren Mehrwertsteuer erheblich profitieren – sei es in Form neuer attraktiver Angebote oder reduzierter Ticketpreise. Auch eine Kombination aus beidem ist natürlich denkbar. Auf jeden Fall ist klar: Wir würden diesen Vorteil an unsere Fahrgäste weitergeben. Darüber hinaus würde eine solche Entscheidung zusätzlichen Spielraum für weitere Investitionen in unsere Fahrzeugflotte schaffen.“ 

Bisher gilt für den innerdeutschen Fernverkehr der normale Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz, der bereits im Nahverkehr bis zu einer Fahrstrecke von 50 Kilometer gilt, beläuft sich auf sieben Prozent. Nahezu alle EU-Länder wenden im nationalen Schienenpersonenfernverkehr reduzierte Mehrwertsteuersätze an.

Die Deutsche Bahn schätzt, dass ein reduzierter Mehrwertsteuersatz jährlich mindestens fünf Millionen zusätzliche Fahrgäste bringen würde. Nicht zuletzt rechnet die DB damit, dass auch Fluggäste auf die klimafreundliche Bahn umsteigen würden.

Der Konzern hatte im Juni der Öffentlichkeit die neue Unternehmensstrategie „Starke Schiene“ vorgestellt. Darin wird angestrebt, die Zahl der Gäste im Fernverkehr auf 260 Millionen pro Jahr zu verdoppeln. Bis Ende 2019 erwartet die DB, dass erstmalig in ihrer Geschichte die Marke von 150 Millionen Kunden überschritten wird.

Seit 2015 läuft die Angebotsoffensive des DB-Fernverkehrs. Dr. Lutz: „Weil wir an die starke Schiene glauben, haben wir bereits über 200 neue Züge fest bestellt, die in den kommenden Jahren in den Betrieb gehen werden. Diese Investitionsoffensive wollen wir weiter verstärken.“

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