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Mobilität der Zukunft

Prof. Dr. Dirk Wittowsky ist neu an der Universität Duisburg-Essen

Duisburg, 04.08.2019 (BA/gm)
Muss das Rad neu erfunden werden? „Natürlich nicht“, sagt Dr. Dirk Wittowsky. „Aber die Angebote, mit denen sich die Menschen in NRW fortbewegen können, müssen ausgeweitet und besser vernetzt werden.“ Der neue Professor für Mobilitäts- und Stadtplanung untersucht an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE), wie sich Verkehrs- und Stadtstrukturen nachhaltig optimieren lassen. 

Sein Studium des Bauingenieurwesens absolvierte Wittowsky von 1991 bis 1999 an der Universität-Gesamthochschule Essen. Danach ging er bis 2004 an die Universität Karlsruhe, wo er 2008 über dynamische ÖPNV-Informationsdienste und ihre Nutzerakzeptanz promoviert wurde. Von 2005 bis 2007 war er Projektleiter beim Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement der Region RheinMain. Anschließend wechselte er bis 2011 zur Deutschen Bahn und entwickelte Verkehrs- und Prognosemodelle sowie Marktanalysen für innovative Mobilitätsangebote. Seit 2012 leitete er die Forschungsgruppe Alltagsmobilität und Verkehrssysteme am ILS-Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund, das sich mit unterschiedlichen Dimensionen des urbanen Wandels beschäftigt.

An der UDE wird er besonders die individuellen Bedürfnisse und Einstellungen von Bewohner in Städten fokussieren. „Es ist wichtig, die Gestaltung der Infrastruktur an gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und an die neuen Formen der Mobilität anzupassen, denn der Verkehr in den Städten stellt teilweise ein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung durch Schadstoffe in der Luft, Lärm sowie mangelnder Bewegung dar, so dass das private Auto als alleiniges „Universalgenie“ immer mehr in Frage gestellt werden muss“, sagt der 48-Jährige.

Wittowsky findet es wichtig, mit neuen urbanen Infrastrukturen abseits der autogerechten Stadt zu ermöglichen, sich im Alltag mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen – etwa mit Fahrrad, Bus und Bahn oder Sharing-Angeboten und deren Kombination. So könnten u.a. die Wege für Fahrrad oder E-Bike ausgebaut und der ÖPNV besser mit neuen Mobilitätsformen zu integrierten Verkehrslösungen vernetzt werden. Klimawandel, Energiewende sowie Digitalisierung und Automatisierung sieht er als Treiber einer nachhaltigen Verkehrs- und Mobilitätswende.

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