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VRS-eTarif: Kundentest wird bis Mitte 2020 verlängert

Interessierte können den innovativen Luftlinientarif länger als zunächst geplant ausprobieren • Hohe Kundenzufriedenheit mit dem innovativen Tarifansatz

Köln, 15.08.2019 (BA/gm)
Seit April dieses Jahres läuft der Kundenakzeptanztest zum Pilotprojekt des elektronischen Tarifs (eTarif) im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS). Nach der ursprünglichen Planung wäre der eTarif-Pilottest jetzt bereits auf der Zielgeraden. Doch die VRS-Gremien haben kürzlich entschieden, dass der Pilot wegen der sehr positiven Kundenrückmeldungen und der hohen Nutzerzahlen verlängert werden soll. „Ich freue mich, dass es uns und den Kölner Verkehrs-Betrieben stellvertretend für alle Verkehrsunternehmen im VRS gelungen ist, mit dem App-Anbieter Fairtiq die Testphase zeitlich und auch über die angedachten 4.000 Testkunden hinaus zu öffnen“, so VRS-Geschäftsführer Michael Vogel. Bis maximal 30. Juni 2020 können Interessierte, die noch nicht mit dem eTarif gefahren sind, den innovativen Tarifansatz ausprobieren. 

eTarif ist einfach und fair
Der eTarif wird anhand der gefahrenen Strecke elektronisch ermittelt und funktioniert mithilfe der App des Schweizer Anbieters Fairtiq. Der Kunde checkt sich vor dem Einsteigen in Bus, Bahn oder Nahverkehrszug in der vorab installierten App ein und nach Ende seiner Reise beim Verlassen des Fahrzeugs wieder aus. Sollte der Kunde den Check-out einmal vergessen, erinnert ihn das Smartphone daran. Die Abrechnung basiert auf einem Luftlinien-Tarif, der Kunde zahlt also nur die kürzeste Strecke zwischen Start- und Zielhaltestelle. Zu einem Grundpreis von 1,50 Euro pro Fahrt kommen 15 Cent pro angefangenem Luftlinien-Kilometer hinzu. Der Tageshöchstpreis liegt während der Pilotphase derzeit bei 15 Euro. Den Fahrpreis errechnet die App automatisch. Ein weiterer großer Vorteil des eTarifs: Er löst aktuell bestehende Preishärten, etwa an Tarifgrenzen, auf. Er hat jedoch nicht den Anspruch, für alle Verbindungen der preiswerteste Tarif zu sein. „Der eTarif baut vor allem Zugangshemmnisse ab“, so VRS-Geschäftsführer Michael Vogel. Ein Beispiel für mehr Preisgerechtigkeit an Tarifgrenzen ist etwa die Verbindung von Alfter-Impekoven zum Bahnhof Bonn-Duisdorf. Diese kostet als HandyTicket 3,60 Euro (Preisstufe 2b). Im eTarif zahlt der Fahrgast für die 1,7 Kilometer lange Strecke mit 1,80 Euro die Hälfte.

Erste Verbesserungen werden umgesetzt
Aus dem bisherigen Kundentest gewonnene Erkenntnisse werden für die restliche Testzeit bereits umgesetzt. So soll etwa der Barcode, der im Falle einer Kontrolle als Nachweis über die Fahrtberechtigung dient, technisch verbessert werden. Michael Vogel betont: „Der eTarif befindet sich nach wie vor im Stadium eines Pilotversuchs. Entsprechend wird er noch nicht alle Eventualitäten abbilden können. Dazu gehört etwa auch, dass derzeit nur die Bezahlung per Kreditkarte möglich ist.“ Des Weiteren arbeiten die Experten an Möglichkeiten, die Verlässlichkeit unterirdischer Check-ins und Check-outs zu verbessern. Aktuell gilt für die Testkunden die Devise: „Zur Sicherheit bitte oberirdisch einchecken!“

Um den eTarif testen zu können, müssen die Kunden nur wenige Voraussetzungen mitbringen: Sie müssen grundsätzlich mindestens 18 Jahre alt sein und brauchen eine Visa- oder MasterCard-Kreditkarte sowie ein Smartphone, das die technischen Voraussetzungen erfüllt. Das sind etwa Datentransfer und Lokalisierungsservice. Nähere Informationen und Registrierung unter www.vrs.de/etarif

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