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Vor Wut schmeißt Mann großen Handwagen ins Gleis

Gefahrenbremsung eines Intercitys notwendig

Bitterfeld, 25.09.2019 (BA/gm)
Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg ermittelt wegen des Erschleichens von Leistungen und des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen einen 33-jährigen Mann.

So nutzte dieser am vergangenen Montag (23. Septembers 2019) in den Vormittagsstunden eine S-Bahn auf der Strecke von Dessau Hauptbahnhof nach Bitterfeld. Ein gültiges Zugticket konnte er für seine Person vorweisen, jedoch nicht für seinen im Zug befindlichen großen Handwagen. Bei der Fahrscheinkontrolle weigerte er sich ein Ticket für seinen vollbeladenen Handwagen nachzulösen und schloss sich sogar in die Zugtoilette ein. 

Am Bitterfelder Bahnhof angekommen, stellte eine hinzugerufene Streife der Polizei die Identität des Mannes fest. Hier erhielt er seine erste Strafanzeige wegen des Erschleichens von Leistungen. Im Reisezentrum des Bahnhofs Bitterfeld protestierte er erfolglos gegen die ergangene Fahrpreisnacherhebung. Daraufhin wurde er aggressiv und wurde dann dabei beobachtet, wie er seinen Handwagen voller Wut auf die Gleise schmiss. Danach flüchtete der 33-Jährige auf dem Fahrrad in unbekannte Richtung.

Der Triebfahrzeugführer eines heranfahrenden Intercitys bemerkte die Gefahr, legte vor dem Hindernis eine Gefahrenbremsung ein und konnte so einen Aufprall verhindern. Glücklicherweise ist dabei niemanden etwas passiert. Der Handwagen wurde aus den Gleisbereich entfernt und durch die Bundespolizei sichergestellt. Den 33-jährigen Deutschen erwartet die nächste Strafanzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

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