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Gehaltserhöhung des DB-Vorstands

Die Selbstbedienungsmentalität muss aufhören

Frankfurt a. M., 05.11.2019 (BA/gm)
„Das ist echt der Gipfel. Unsere Kollegen sollen ihre tariflichen Rechte bei der Schichtplanung aufgeben und für Lau stramm stehen, damit die Züge abgefahren werden können und gleichzeitig stopft sich der Bahnvorstand die Taschen voll.“ Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky die Medienberichte über eine geplante Gehaltserhöhung für einen Teil des sechsköpfigen Vorstands der Deutschen Bahn von 400.000 auf 585.000 Euro im Jahr. Das sind mehr als 15.400 Euro im Monat. 

„Die freigiebige Vergabe von Beraterverträgen an frühere Führungskräfte ist noch nicht vollständig aufgeklärt, da kommt schon das nächste Scheffeln in die Taschen“, so Weselsky: „Der Vorstand hat nicht nur unerlaubte Beraterverträge abgeschlossen und dabei in den vergangenen Jahren insgesamt 600 Millionen Euro an Steuergeldern ausgegeben, sondern sich auch noch eine teure Beratungsfirma geleistet, die ihm seine Vorstandsgehälter nach oben schrauben will. Diese Raffgier ist unglaublich.“

Bessere Arbeitsbedingungen statt Selbstbedienungsmentalität
Nach jahrzehntelangem Fahren auf Verschleiß soll die Bahn jetzt auf Vordermann gebracht werden. In dieser Zeit verlangt der DB-Vorstand besonders viel Engagement von den Mitarbeitern, insbesondere vom Zugpersonal, das oftmals die Wut der Fahrgäste über verspätete oder ausgefallene Züge zu spüren bekommt. „Statt weiter Selbstbedienungsmentalität zu betreiben, sollte die DB die Arbeitsbedingungen und die Wertschätzung für unsere Kollegen verbessern“, so Weselsky. Die GDL wird sich jedenfalls mit ganzer Kraft gegen diese unverschämte Gehaltserhöhung einsetzen und dafür sorgen, dass das Zugpersonal besser wegkommt. Die GDL wird sie somit im Aufsichtsrat ablehnen.

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