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Im Elbtal wird es leiser

Über 56 Millionen Euro für zusätzlichen Lärmschutz zwischen Dresden und tschechischer Grenze • Bund, Sachsen und Deutsche Bahn unterzeichnen Finanzierungsvereinbarungen • Mit der Umsetzung erster Maßnahmen wurde bereits begonnen

Leipzig, 17.11.2019 (BA/gm)
Für über 13.000 Anwohner der Bahnstrecke zwischen Dresden und der tschechischen Grenze wird es in Zukunft leiser werden. In den nächsten Jahren errichtet die Deutsche Bahn für über 56 Millionen Euro rund 25 Kilometer Lärmschutzwände und baut auf einer Länge von rund 27 Kilometern Schienenstegdämpfer ein. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Freistaat Sachsen und die Deutsche Bahn AG unterzeichneten jetzt die entsprechenden Finanzierungsvereinbarungen. Danach beteiligt sich der Freistaat Sachsen mit knapp 8,6 Millionen Euro an den Baukosten. Erste Maßnahmen sind im Bereich der Stadt Rathen bereits umgesetzt worden. 

„Die Anwohner entlang der Strecke erhalten zusätzlichen Lärmschutz. Wir installieren Lärmschutzwände und innovativen Schallschutz direkt am Gleis. Damit entlasten wir, zusammen mit dem Fahrverbot für laute Güterwagen ab 2020, die Menschen im Oberen Elbtal sowie an den Ortsdurchfahrten in Coswig und Weinböhla spürbar und kommen dem Ziel der Halbierung des Schienenlärms bis 2020 ein großes Stück näher“, so Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

„Wir wollen mehr Verkehr auf die grüne Schiene holen. Dafür brauchen wir die Akzeptanz der Anwohner an den Strecken. Deshalb wollen wir sie zukünftig noch besser vor Lärm schützen. Mit der Umsetzung der Maßnahmen aus der Machbarkeitsuntersuchung werden über 13.000 Anwohner in den nächsten Jahren spürbar entlastet“, so Martin Walden Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Planungen sehen vor, dass in dem rund 50 Kilometer langen Abschnitt im oberen Elbtal in den nächsten beiden Jahren zunächst die Maßnahmen umgesetzt werden, für die keine Genehmigungsverfahren notwendig sind. Hierzu zählen beispielsweise Schienenstegdämpfer, die den Lärm direkt an Schienen reduzieren. Mit dem Bau von Lärmschutzwänden kann je nach Dauer der Verfahren ab dem Jahr 2023 begonnen werden. Ebenfalls Gegenstand der Machbarkeitsuntersuchung waren zwei Abschnitte in Coswig (unter anderem am Fachkrankenhaus) und Weinböhla bei Dresden mit einer Länge von knapp zwei Kilometern. Hier sollen hauptsächlich Lärmschutzwände errichtet werden.

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