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Eine Billion Euro für eine Europäische Seidenstraße

Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) schlägt ein Finanzierungsmodell für eine Europäische Seidenstraße vor

Wien, 21.11.2019 (BA/gm)
Ein Großteil der europäischen Verkehrsinfrastruktur befindet sich in einem schlechten Zustand, selbst in einigen wohlhabenden Teilen Europas, wie beispielsweise Deutschland. Die Peripherie Europas hat erheblichen wirtschaftlichen Aufholbedarf – unter anderem wegen massiver Infrastrukturdefizite.

Das vorgeschlagene Projekt Europäische Seidenstraße soll dazu beitragen, sowohl das Problem des schleppenden Wachstums im Westen des Kontinents als auch die Entwicklungsprobleme im Osten zu lösen. Darüber hinaus könnte es ein neues Narrativ über die Zusammenarbeit in Europa darstellen. 

In unserer Policy Note unterbreiten wir einen Vorschlag für die Finanzierung von Infrastrukturinvestitionen auf dem europäischen Kontinent mit Hilfe eines Europäischen Seidenstraßen Trust (ESRT), der von einem Europäischen Staatsfonds (ESWF) unterstützt wird. In der Anfangsphase könnte die Europäische Zentralbank einen Teil ihres Vermögens in einer Weise reinvestieren, die mehr Risiko mit sich bringt, aber auch mehr Einnahmen bringt, entsprechend der Struktur des norwegischen Ölfonds. Es wird geschätzt, dass der ESWF längerfristig auf etwa 3% des BIP des Euroraums wachsen wird. Dies sollte ausreichen, um die ESRT-Anleihen zu garantieren – auch wenn sich die langfristigen Zinsen in ferner Zukunft wieder in einen positiven Bereich bewegen.

Dieser Vorschlag wird am 21. November 2019 um 11:30 Uhr bei einer Podiumsdiskussion in der Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU (Avenue de Cortenbergh 30, 1040 Brüssel) diskutiert, die in Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank stattfindet.

Für weitere Informationen zur Veranstaltung folgen Sie bitte diesem Link.

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