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NVR kritisiert Kurzfristigkeit der Absage durch Flixtrain

Köln, 13.12.2019 (BA/gm)
Entgegen den ursprünglichen Planungen wird das Eisenbahnverkehrsunternehmen Flixtrain die geplante Verbindung zwischen Frankfurt und Köln nun doch nicht zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 aufnehmen. Die Kurzfristigkeit der Absage durch Flixtrain wenige Tage vor dem Fahrplanwechsel wird vom Nahverkehr Rheinland (NVR) kritisiert. Obwohl es nun aufgrund der Absage von Flixtrain für das erste Quartal 2020 keine zusätzlichen Fernverkehrsfahrten geben wird, sind Einschränkungen für die Fahrgäste des Nahverkehrs nicht mehr abzuwenden. 

Die geplante neue Verbindung von Flixtrain hat einen Trassenkonflikt mit der Mittelrheinbahn (RB 26) des Betreibers TransRegio zur Folge. Dieser Konflikt konnte nur dadurch gelöst werden, dass die RB 26 bei drei täglichen Verbindungen Richtung Köln in Bonn – Bad Godesberg hält und dort vom Flixtrain überholt wird. Um den dadurch entstehenden Zeitverlust ausgleichen zu können, wurde entschieden, dass die drei Züge, die um 11:02, 15:02 und 19:02 Uhr in Köln ankommen, die Halte in Roisdorf und Hürth-Kalscheuren auslassen.

Bedingt durch die Kurzfristigkeit der Absage von Flixtrain können die Fahrpläne nicht mehr bis zum Fahrplanwechsel geändert werden. Daher muss es in den ersten drei Wochen nach dem Fahrplanwechsel leider zu den eingeplanten Haltausfällen kommen. Daher wird die RB 26 vom 06. Januar 2020 bis zum 29. März 2020 bei allen Fahrten in Roisdorf und Hürth-Kalscheuren halten. Wie es ab dem zweiten Quartal 2020 sein wird, steht derzeit noch nicht fest: Flixtrain hat weiterhin die Möglichkeit, von Quartal zu Quartal zu entscheiden, ob die neue Fernverkehrslinie aufgenommen wird oder nicht.

NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek will das nicht akzeptieren: „Es ist für die Fahrgäste äußerst ärgerlich, dass Halte aufgrund der Systematik nicht bedient werden können, obwohl die Fahrten des Flixtrain nicht stattfinden werden. Generell fordern wir eine Anpassung der Schienennetznutzungsbedingungen der DB Netz AG, damit die Benachteiligung des Schienenpersonennahverkehrs ein Ende hat.“

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