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EVG fordert Datenbank gegen Übergriffe

Frankfurt a. M., 20.02.2020 (BA/gm)
Angesicht zunehmender Gewalt gegen Beschäftigte hat EVG-Vorstand Kristian Loroch eine bundesweite Datenbank gefordert, in der alle Übergriffe, die im Bus- und Bahnbereich gemeldet werden, festzuhalten sind. „So lassen sich schnell Problemlinien erkennen, auf denen möglicherweise zusätzliches Personal, insbesondere aus dem Bereich Sicherheit, eingesetzt werden sollte“, machte er anlässlich der DGB-Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!“ deutlich.

„Die meisten Fahrgäste begegnen unseren Kolleginnen und Kollegen mit Respekt. Die, die das nicht tun, sorgen für ein Klima der Angst und der Verunsicherung – oder werden sogar übergriffig. Und das werden leider immer mehr“, stellte Kristian Loroch fest. 

„Wer seine Arbeit im Dienst der Gesellschaft leistet, und wer dazu beiträgt, dass unser Gemeinwesen funktioniert, verdient unsere Wertschätzung. Pöbeleien, Beleidigungen, Anspucken oder tätliche Auseinandersetzungen sind völlig inakzeptabel“, stellte das Vorstandsmitglied der EVG fest. Aus diesem Grund habe die EVG bereits vor Jahren ihre Initiative „sicher unterwegs“ ins Leben gerufen.

Gewalt in jedweder Form sei aber nicht nur für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsbranche ein Thema. Betroffen davon seien unter anderem auch Polizisten, Rettungskräfte, Feuerwehrleute bis hin zu Beschäftigten in den Verwaltungen. Deshalb beteilige sich die EVG an der gewerkschaftsübergreifenden Initiative des DGB „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“.

„Das Ziel, konkrete Hilfestellungen zu bieten und mit einer guten Prävention dafür zu sorgen, dass es erst gar nicht zu Übergriffen kommt, wird von uns vorbehaltlos unterstützt. Es ist gut, dass im DGB alle betroffenen Gewerkschaften in dieser Frage eng zusammenarbeiten“, machte Kristian Loroch deutlich. Dabei allein dürfe es aber nicht bleiben: „Aus unserer Sicht ist es Zeit für einen gesellschaftlichen Aufschrei. Wir alle müssen miteinander für eine sichere Mobilität eintreten und dürfen die Augen vor Übergriffen nicht länger verschließen“, machte das Vorstandsmitglied der EVG deutlich.

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