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Zusätzliche Mittel für Strecken und Bahnhöfe in Bayern

Freistaat und Deutsche Bahn vereinbaren Investitionsprogramm zum Ausbau des Nahverkehrs • mehr als 400 Millionen Euro bis 2029

Berlin, 14.07.2020 (BA/gm)
Das Angebot auf der Schiene muss besser werden, wenn die Klimaziele erreicht werden sollen. Um wichtige Bahnprojekte in Bayern voranzutreiben, vereinbaren die bayerische Staatsministerin Kerstin Schreyer und DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla eine Projektliste für Bayern mit einem Investitionsvolumen von mehr als 400 Millionen Euro.

Insgesamt werden im Bundesschienennetz in den nächsten Jahren mehr als 86 Mrd. Euro investiert. Davon profitiert insbesondere die Schieneninfrastruktur im Freistaat. Das nun vorgestellte Paket ergänzt vor allem Projekte an kleineren Regionalstrecken. 

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: „Mein Ziel ist, dass wir überall in Bayern ein attraktives Angebot im Öffentlichen Nahverkehr haben, damit mehr Menschen ihn nutzen. Dafür brauchen wir eine starke Infrastruktur, vor allem auf der Schiene. Deswegen freue ich mich, dass die Deutsche Bahn in Abstimmung mit uns in den nächsten Jahren viel Geld investiert, damit Bahnhöfe, Gleise und Signale im ganzen Freistaat noch leistungsfähiger werden. Und zudem stützt das gerade in Corona-Zeiten unsere Bauindustrie!“

Ronald Pofalla: „Wir bauen den Nahverkehr in Bayern weiter aus! Das bedeutet für alle Bahnkunden bessere Verbindungen zwischen Stadt und Land sowie in den Ballungsräumen. Damit machen wir Bahnfahren attraktiver und schaffen die Voraussetzung für die dringend benötigte Verkehrswende.“

Der Bund stellt die Mittel für Nahverkehrsprojekte im Rahmen der mit der Deutschen Bahn vereinbarten Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III zur Verfügung. Das bedeutet eine Steigerung um 50 Prozent. Insgesamt stehen für alle Bundesländer 2,8 Milliarden Euro aus diesen Mitteln bereit. Die beiden bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern profitieren davon besonders, Bayern erhält 436 Millionen Euro.

In den vergangenen Wochen hat das bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft – dem Aufgabenträger im Schienenpersonen-nahverkehr – und der Bahn vereinbart, welche Projekte bis 2029 aus den 436 Millionen Euro finanziert werden sollen.

Darunter befinden sich unter anderem diese Projekte:

  • Neubau von Bahnstationen, beispielsweise in Lindau (Festlandsbahnhof), Würzburg (Heidingsfeld-Ost), Regensburg (Walhallastraße) und Brunnen (Station der Paartalbahn).
  • Maßnahmen zur Barrierefreiheit, unter anderem in Senden, Marktoberdorf und Seefeld-Hechendorf.
  • Einbindung von reaktivierten Strecken ins DB-Netz durch Baumaßnahmen an Schnittstellen, wie dem Bau eines neuen Kreuzungsbahnhofs in Langlau.
  • Kleinere Elektrifizierungsmaßnahmen auf den Strecken Wasserburg – Ebersberg, Pfronten-Steinach – Landesgrenze zu Tirol und dem zweiten Gleis auf dem Damm zur Insel Lindau.
  • Streckenertüchtigungen und -beschleunigungen wie bei der Rottalbahn (Mühldorf – Passau), der Gäubodenbahn (Neufahrn – Bogen), der Gräfenbergbahn (Nürnberg – Gräfenberg), der Aischgrundbahn (Neustadt a. d. Aisch – Steinach), der Paartalbahn (Augsburg – Ingolstadt) und dem Oberlandnetz (Strecken nach Bayrischzell und Lenggries).

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