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40-Jähriger bedroht Bahnmitarbeiter mit 20 cm langen Küchenmesser

Bundespolizisten drohen Schusswaffen an

Dortmund/Oberhausen, 16.09.2020 (BA/gm)
Zu einer Bedrohung und einer gefährlichen Körperverletzung mit einem Küchenmesser soll es am vergangenen Montagabend (14. September 2020) in einem ICE zwischen Essen und Bochum gekommen sein. Einsatzkräfte der Bundespolizei mussten gegen einen 40-jährigen Mann den Einsatz ihrer Schusswaffe androhen.

Gegen 21:15 Uhr wurde die Dortmunder Bundespolizei über eine Bedrohung im ICE 514 (Düsseldorf – Dortmund) informiert. Dort sollte ein Mann mehrere Bahnmitarbeiter mit einem Messer bedroht haben. Da die Bedrohungslage weiter anhalten würde, begaben sich mehrere Einsatzkräfte der Bundespolizei zu dem einfahrenden Zug. 

Dort machte sich an einer Abteiltür ein 33-jähriger Bahnmitarbeiter bemerkbar, welcher mit erhobenen Händen in der Zügtür stand. Hinter ihm konnten die Einsatzkräfte eine Person erkennen, welche ein großes Messer in der Hand hielt. Nachdem der Bahnmitarbeiter auf den Bahnsteig flüchten konnte, zogen drei Bundespolizisten ihre Waffen und drohten gegen den Mann den Schusswaffengebrauch an, falls dieser nicht sofort das Messer zu Boden werfen würde.

Der Mann, bei dem es sich um einen 40-jährigen Obdachlosen aus Oberhausen handelte, warf daraufhin das Messer aus dem Zug auf den Bahnsteig, sprang hinterher und versuchte zu flüchten. Er wurde daraufhin durch den Einsatz von Pfefferspray gestoppt und zu Boden gebracht.

Gegen seine Festnahme wehrte er sich erheblich. In der Bundespolizeiwache wurden bei einer Durchsuchung des Oberhauseners Amphetamine sichergestellt. Weil der 40-Jährige selber erklärte, unter dem Einfluss von Drogen zu stehen, wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

Nach Angaben des 44-jährigen Bahnmitarbeiters hatte der Mann zusammen mit seinem Hund den Zug von Düsseldorf an ohne Fahrschein genutzt. Deshalb sollte er in Dortmund von der Fahrt ausgeschlossen werden. Während der Fahrt soll er dann ein auffälliges Verhalten gezeigt und versucht haben, denn 44-Jährigen mit dem Messer in den Oberkörper zu stechen. Dieser wehrte den Angriff ab und wurde durch einen Schnitt an der Hand verletzt.

Ein weiterer 33-jähriger Bahnmitarbeiter aus Bremen konnten den Angreifer mit einem Feuerlöscher zur Seite drängen und verhinderte so einen weiteren Angriff auf seinen 44-jährigen Kollegen.

Die Bundespolizei leitete gegen den bereits wegen Drogen- und Gewaltdelikten polizeibekannten 40-jährigen Deutschen ein Strafverfahren wegen Beförderungserschleichung, Widerstands, Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung ein. Der Einsatz der Bundespolizisten wurde mit BodyCam aufgezeichnet und ist ebenfalls Gegenstand des Ermittlungsverfahrens.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde später er in den Polizeigewahrsam eingeliefert.

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