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LKW-Unfall auf der A40: Schäden erfordern Abriss und Neubau eines Brückenbauwerks

Nach aktuellem Stand ist der Neubau von mindestens einer der fünf Brücken erforderlich • Abriss startet bereits in der nächsten Woche • Experten prüfen unter Hochdruck Statik und Material der Bauwerke • Schienenersatzkonzept bleibt voraussichtlich zunächst bestehen

Düsseldorf, 18.09.2020 (BA/gm)
Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW am gestrigen Donnerstagmittag unter Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum liegen nun erste Erkenntnisse vor. Durch die enorme Hitzeentwicklung muss eines der insgesamt fünf Brückenbauwerke abgerissen und neugebaut werden. Die Vorbereitungen für die Abrissarbeiten laufen bereits an diesem Wochenende, sodass der Abriss in der kommenden Woche starten kann. Es handelt sich dabei um das mittlere Brückenbauwerk, das in unmittelbarer Nähe des Unfallortes und somit im direkten Hitzeherd lag. Der betroffene Streckenabschnitt bleibt vorerst für den Eisenbahnverkehr gesperrt. Auch die Autobahn muss in diesem Abschnitt bis zum Abschluss der Abrissarbeiten aus Sicherheitsgründen gesperrt bleiben. 

Parallel zu den Planungen für die Abrissarbeiten erfolgen derzeit zudem die Prüfungen der benachbarten Brückenbauwerke inklusive der Energieanlagen und Technik. Die Experten arbeiten seit den frühen Morgenstunden mit Hochdruck an der Statik- und Materialprüfung. Das konkrete Ausmaß der Schäden lässt sich erst nach Abschluss der Untersuchungen benennen. Die aufwendigen Analysen der Brückenbauwerke werden voraussichtlich einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.

Der LKW war auf der Autobahn A40 mit 35.000 Litern Treibstoff unter der Brücke in Brand geraten. Experten der DB und Spezialisten beauftragter Ingenieurbüros sind seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, um die Schäden an den insgesamt fünf Brückenbauwerken über die A40 zu begutachten. Erst heute Morgen war die Unfallstelle soweit abgekühlt und zugänglich, dass die Experten ihre Arbeit aufnehmen konnten.

Aufgrund einer Baustelle ist die Strecke ohnehin bis Montagmorgen gesperrt. Auch danach kann der Verkehr nicht planmäßig aufgenommen. Derzeit laufen daher intensive Abstimmungen mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und dem Aufgabenträger hinsichtlich möglicher Ersatzkonzepte mit Umleitungen und Schienenersatzverkehr. Die DB arbeitet hier an einer gemeinsamen Lösung und informiert die Kunden so schnell wie möglich.

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