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Nach LKW-Unfall auf der A40

Das bekannte Ersatzkonzept für den Zugverkehr bleibt nach schwerem Brückenschaden größtenteils bestehen • Weiter Umleitungen, Haltausfälle und Schienenersatzverkehr im Ruhrgebiet ab Montag • Vorbereitungen für Abrissarbeiten laufen am Wochenende auf Hochtouren

Düsseldorf, 19.09.2020 (BA/gm)
Nach dem schweren Unfall eines Tank-LKW am vergangenen Donnerstagmittag unter Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum muss der betroffene Streckenabschnitt für den Eisenbahnverkehr weiter gesperrt bleiben. Kurzfristig haben die DB, Eisenbahnverkehrsunternehmen und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr eine Verlängerung des aktuell bestehenden Ersatzkonzeptes für den Zugverkehr organisiert. Das bewährte und bekannte Konzept wird zunächst für eine Woche, von Montag, 21. September, bis Sonntag, 27. September 2020, weitgehend fortgesetzt.

Folgende Linien können ab dem morgigen Montagmorgen wieder regulär verkehren:

  • Die S-Bahn Linie 9 (abellio) und die RE 14 (Nordwestbahn) nehmen den Zugverkehr wieder auf.
  • Auch für die Linie der RE 42 gibt es Veränderungen: Sie endet nicht mehr in Essen Hbf sondern wird über Essen-Altenessen und Oberhausen umgeleitet.

Bereits jetzt arbeiten die Fahrplaner und Disponenten aller beteiligten Partner daran, das Ersatzkonzept zu optimieren. Ziel aller Anstrengungen in der nächsten Woche wird es sein, weitere Verbesserungen für die Reisenden im Fahrplan zu erwirken. 

Über die Fahrpläne informieren die auf der Strecke fahrenden Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio Rail NRW GmbH, DB Fernverkehr, DB Regio NRW und National Express über ihre jeweiligen Kundenkanäle. Ab Montag stehen Servicemitarbeiter an den bekannten wichtigen Knoten- und Umsteigepunkten wie in der letzten Woche weiter den Reisenden mit Rat und Tat zur Seite.

Aufgrund der Kurzfristigkeit können die geänderten Fahrpläne und Ersatzkonzepte leider nicht umfänglich in den Reiseauskunftsmedien dargestellt werden.

Informationen zu den aktuellen Fahrplänen erhalten Sie ab sofort unter www.bahn.de/aktuell. Hier gibt es auch ein Fahrplanheft mit den aktuellen Fahrplandaten.

Weitere Informationen gibt es ab sofort bei der speziell eingerichteten DB-Servicehotline für den Schienenersatzverkehr unter 0202 51562515. Soweit die Informationen vorliegen, beantworten die Mitarbeiter auch Fragen zu den anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen bzw. informieren über die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten.

Fahrgäste von National Express können sich unter www.nationalexpress.de informieren oder den direkten Kontakt ins Serviceteam unter der Telefonnummer 0221/ 13 999 444 suchen.

Informationen zu den Linien von Abellio erhalten Fahrgäste auf der Webseite www.abellio.de. Telefonisch steht das Kundencenter unter der Rufnummer 0800/223 5546 (kostenfrei) zur Verfügung.

Hinweise zu Fahrkarten:
In den Bussen sind keine Fahrkarten erhältlich. Sie müssen online über die Apps der Verkehrsunternehmen oder an den Verkehrsstationen (nicht an den Ersatzhaltestellen) am Automaten oder am Schalter erworben werden. VRR- und NRW-Tickets sind ab sofort auch bequem als Handyticket über den DB Navigator erhältlich.

Kunden, in deren Zeitkarten der Preisstufen B und C der Geltungsbereich Essen/Duisburg enthalten ist, erweitern ihre Fahrtmöglichkeiten auf die Preisstufe D. Hierdurch sind alle erdenklichen Umwegeverbindungen ohne Ausnahmen zugelassen.

Streckenzeitkarten des Fernverkehrs in und aus Richtung Köln gelten auch für Fahrten über Gelsenkirchen oder Hagen/Wuppertal. Für weitere Rückfragen aller Anliegen betroffener Kunden mit Streckenzeitkarten oder Abos steht das jeweilige Abocenter zur Verfügung.

Betroffene BahnCard 100 Kunden können sich an den für sie zuständigen Kundenservice der Deutschen Bahn wenden.

Zum Stand der Untersuchungen:
Die Statik- und Materialuntersuchungen der Eisenbahnbrücken werden voraussichtlich noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Das konkrete Ausmaß der Schäden lässt sich erst nach Abschluss der Untersuchungen benennen. Erst dann lassen sich verlässliche Aussagen darüber tätigen, wie der Streckenabschnitt künftig nutzbar ist und welche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden müssen.

Bereits jetzt ist bekannt, dass ein Brückenbauwerk so stark beschädigt ist, dass es abgerissen werden muss. Die Vorbereitungen für den Abriss laufen bereits an diesem Wochenende. Die eigentlichen Abrissarbeiten starten dann Anfang der nächsten Woche.

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