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2,6 Kilometer Schallschutz in Ronnenberg-Weetzen

Symbolisches Einheben des letzten Wandelements • Gesamtinvestitionen betragen rund 4,7 Millionen Euro

Schallschutz in Ronnenberg-Weetzen

Ronnenberg, 18.10.2020 (BA/gm)
Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ errichtet die Deutsche Bahn in Ronnenberg-Weetzen vier Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 2.592 Metern und einer Höhe von jeweils drei Metern. Der Bund investiert dafür rund 4,6 Millionen Euro. Über diese aktive Maßnahme hinaus werden an etwa 257 Wohngebäuden passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt, beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Hierfür stellt der Bund weitere rund 100.000 Euro zur Verfügung.

Gerhard Warnke, Leiter Lärmsanierung Nord der DB Netz AG, und Stephanie Harms, Bürgermeisterin der Stadt Ronnenberg, feierten gemeinsam den symbolischen Abschluss der Bauarbeiten. 

„Der Bund investiert im Rahmen des Programms zur freiwilligen Lärmsanierung jährlich rund 150 Millionen Euro für mehr Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken. Davon profitiert nun wieder die Stadt Ronnenberg. In den Stadtteilen Ronnenberg und Weetzen wird es für die Anwohnerinnen und Anwohner dank der rund 2,6 Kilometer langen Schallschutzwände deutlich leiser“, sagte Gerhard Warnke.

Stephanie Harms ergänzte: „Heute ist ein wichtiger Tag für unsere Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt werden nun über ca.450 Wohneinheiten durch diese Maßnahme geschützt. Letztes Jahr konnten wir im Stadtteil Empelde bereits den Bauabschluss der drei Lärmschutzwände feiern. Ich freue mich, dass Ronnenberg in diesem Maße vom Lärmsanierungsprogramm profitiert.“

Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“
Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn bis einschließlich 2019 über 1,6 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von 1.844 Kilometern Schienenstrecke und rund 62.000 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2019 wurden über 50 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und rund 119 Millionen Euro ausgegeben.

Durch ein neues Gesamtkonzept, das seit Anfang 2019 gültig ist, profitieren künftig rund 2.200 Städte und Gemeinden vom Lärmsanierungsprogramm. Dabei hat sich der Gesamtbedarf der zu sanierenden Strecken auf rund 6.500 Kilometer erhöht – eine Steigerung von 75 Prozent.

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Schallschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.

Daten & Fakten

Aktiver Schallschutz

Maßnahme:

  • Länge der Lärmschutzwände (LSW): 2.592 Meter
  • LSW Ronnenberg Ost: Bereich Benther Straße bis Gehrdener Straße, 712 Meter
  • LSW Ronnenberg West: Höhe Am Hirtenbach bis Bereich Magdeburger Straße, 972 Meter
  • LSW Weetzen Ost: Bröhnstraße bis Bereich Humboldtstraße, 830 Meter
  • LSW Weetzen West: Hauptstraße bis Weetzer Graben, 78 Meter

Wandhöhen:

  • 3 Meter über Schienenoberkante

Bauzeit:

  •  Mai bis Juli 2020

 Investitions-kosten:

  •  rund 4,6 Millionen Euro

Passiver Schallschutz

Umfang:

  • Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern

Umsetzung:

  • seit September 2019

Investitionskosten:

  • rund 100.000 Euro

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