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Berliner U5-Lückenschluss hat bundesweite Strahlkraft

BVG-Millionenprojekt im Budget- und Zeitplan ist ein gutes Beispiel für gelungenen Aus- und Neubau von klimafreundlichem ÖPNV

Köln, 06.12.2020 (BA/gm)
In der erfolgreichen Erweiterung der Berliner U-Bahnlinie 5 – über den Alexanderplatz durch das Zentrum bis hin zum Hauptbahnhof – sieht VDV-Präsident Ingo Wortmann ein Projekt mit Vorbildcharakter für den ÖPNV-Ausbau in Deutschland: „Wir stehen in den Städten und Gemeinden in unserem Land vor der großen Herausforderung, den Ausbau des klima- und stadtfreundlichen öffentlichen Verkehrs voranzutreiben, um die Verkehrswende zu schaffen und so die Klimaziele zu erreichen. Schnelles und professionelles Planen und Bauen sind entscheidend – und etwas, das nur im Zusammenspiel zwischen Verkehrsunternehmen und leistungsfähigen Planungsbehörden funktioniert. Das Berliner Beispiel zeigt, welche Kompetenz in den öffentlichen Verkehrsunternehmen und Verwaltungen steckt, so dass Budget- und Zeitpläne bei großen ÖPNV-Ausbauten eingehalten werden können. Es ist ein Projekt mit bundesweiter Strahlkraft und ein Zeichen, dass die Branche bei den Anstrengungen für die Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor nicht nachlässt.“ 

Das 525-Millionen-Euro-Projekt „Lückenschluss U5“ mit drei neuen Bahnhöfen verbindet die Linie U5 von Hönow bis Alexanderplatz mit der U55 zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor zur neuen U5. Für diese Verbindung zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor mussten 2,2 Kilometer Tunnelstrecke neu gebaut werden. Die neue U5 von Hönow bis Hauptbahnhof hat damit eine Gesamtstreckenlänge von 22 Kilometern.

U-Bahn-Ausbau mit Vorteilen bei Kapazität und Geschwindigkeit
„Eine U-Bahn ist mit Blick auf Geschwindigkeit und Fahrgastaufkommen das effizienteste öffentliche Verkehrsmittel. Die im Vergleich zur Straßenbahn höheren Baukosten rechnen sich gerade in hoch verdichteten Metropolen angesichts der immensen Fahrgastpotenziale und der deutlich höheren Beförderungsgeschwindigkeit“, so Wortmann. Durch den Lückenschluss erhalten die wachsenden Wohngebiete im Osten Berlins eine umsteigefreie Verbindung zur Innenstadt, zum Regierungsviertel und zum Hauptbahnhof. Ebenso erhalten die bisher nur von der U55 erschlossenen Gebiete wie der Hauptbahnhof und das Regierungsviertel eine durchgehende Anbindung an das komplette U‑Bahnnetz, was vor allem für die Mobilität der zahlreichen Touristen dort von erheblichem Nutzen ist.

Schneller werden beim Planen und Bauen
„Der U5-Lückenschluss zeigt, welches umwelt- und verkehrspolitische Potenzial im Neu- und Ausbau sowie in der Modernisierung von ÖPNV-Infrastrukturen liegt. Wir müssen insgesamt in Deutschland schneller werden beim Planen und Bauen von solchen Projekten, um die Verkehrswende für die geforderten Klimaschutzziele zu erreichen“, so Ingo Wortmann abschließend.

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