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Fußverkehrs-Checks NRW 2020

Corona-Pandemie verstärkt den Wunsch nach mehr Platz für Fußverkehr • Kommunen arbeiten daran, die Situation vor Ort für Fußgänger zu verbessern

Köln/Düsseldorf, 20.12.2020 (BA/gm)
Trotz der Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie haben im Laufe dieses Jahres insgesamt zwölf Städte und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen (NRW) am Fußverkehrs-Check des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ teilgenommen. Sie haben Workshops besucht sowie Begehungen organisiert und sich auf diese Weise gezielt damit befasst, wie es um den Fußverkehr in ihrer Kommune steht und wie er verbessert werden kann.

Bei den acht Kommunen, die den Fußverkehrs-Check bereits komplett durchlaufen haben, handelt es sich um die Städte Bünde (Kreis Herford), Düsseldorf, Ennigerloh (Kreis Warendorf), Lüdenscheid (Märkischer Kreis), Remscheid, Rheine (Kreis Steinfurt) und Wetter (Ennepe-Ruhr-Kreis) sowie die Gemeinde Neunkirchen (Kreis Siegen-Wittgenstein). Bei den restlichen vier Kommunen Detmold (Kreis Lippe), Höxter, Pulheim (Rhein-Erft-Kreis) und der Gemeinde Kreuzau im Kreis Düren kam es aufgrund der Corona-Pandemie zu Verzögerungen. Hier kann das Programm voraussichtlich Anfang 2021 abgeschlossen werden. 

Politik und Bürger an einem Tisch
Der Rahmen des Fußverkehrs-Checks ist für jede Kommune einheitlich: Am Anfang steht ein gemeinsamer Auftaktworkshop, in dem Bürger, Verwaltung, Politik und Verbände gemeinsam bestehende Probleme diskutieren und einen Fokus für das weitere Vorgehen finden. Dann folgen zwei Begehungen, um sich die besprochenen Situationen für Fußgänger vor Ort anzuschauen und zu analysieren sowie ein Abschlussworkshop. Zwar brachte das Coronavirus die Zeitpläne durcheinander, dennoch konnten auch in diesem Jahr die einzelnen Bausteine weitestgehend stattfinden. Ein großes Augenmerk wurde dabei auf die Einhaltung der geltenden Sicherheitsbestimmungen gelegt.

Professionelle Begleitung für nachhaltige Ergebnisse
Bei der Abschlussveranstaltung werden die vorangegangenen Schritte zusammengefasst und eine Bilanz gezogen, aus der sich Handlungsempfehlungen ergeben. Die Umsetzung der Maßnahmen ist Aufgabe der Kommunen, die vom Zukunftsnetz Mobilität NRW bei dem Prozess intensiv beraten und unterstützt werden. Die Veranstaltungen werden, wie der gesamte Fußverkehrs-Check, von Profis eines Planungsbüros begleitet und moderiert.

Aufgefallen ist in diesem Jahr, dass die Corona-Pandemie die Sensibilisierung für das Thema Fußverkehr verstärkt hat. Das eigene Wohnumfeld rückte während des Lockdowns wieder mehr in den Fokus. Dies spiegeln auch die Empfehlungen wider: Neben mehr Querungshilfen und mehr Schulwegsicherheit wurden in den Städten und Gemeinden Maßnahmen zur Verbesserung von Aufenthaltsqualität, Straßenraumgestaltung und gesamträumlicher Verkehrsberuhigung vorgeschlagen – unter anderem durch die Verbreiterung der Gehwege.

Beispielsweise wurde in Wetter (Ennepe-Ruhr-Kreis) bereits ein Halteverbotsschild, das mitten auf einem Gehweg stand, an den Rand versetzt und ein Grünschnitt zur Wiederherstellung einer Sichtbeziehung gemacht. Darüber hinaus werden dort derzeit bauliche Maßnahmen wie die Einrichtung von Querungshilfen geprüft. In Ennigerloh (Kreis Warendorf) werden demnächst Schullotsen ausgebildet, die für einen sicheren Fußweg zur Schule sorgen sollen. Zudem wird dort unter anderem die Beschilderung einer Querungsstelle angepasst. Weitere Informationen darüber, welche Projekte konkret umgesetzt werden sollen, erhalten Sie bei den einzelnen Städten und Gemeinden.

Land NRW übernimmt die Finanzierung
Die Kosten für die Fußverkehrs-Checks werden zu 100 Prozent vom Ministerium für Verkehr Nordrhein-Westfalen übernommen. Unterstützung erhalten die ausgewählten Kommunen kontinuierlich und professionell von Expertenteams aus zwei Fachbüros und den Ansprechpartnern beim Zukunftsnetz Mobilität NRW.

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