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DB legt gegen das heutige Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt /M. Berufung ein

Frankfurt a. M., 02.09.2021 (BA/gm)
Nach der Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt am heutigen Donnerstag zum Arbeitskampf der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die DB entschieden, das Urteil in zweiter Instanz prüfen zu lassen. Zwar hat das Gericht heute in erster Instanz den Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die Streiks der GDL abgewiesen. Das Gericht hat sich dabei allerdings kritisch mit der Frage befasst, ob die GDL in Wirklichkeit gegen das Tarifeinheitsgesetz – ein Tarifvertrag je Betrieb – unzulässig streikt.

Die DB hatte den Antrag gestellt, um ihre Kunden vor diesem dritten und völlig unnötigen GDL-Streik zu bewahren. Die GDL hatte zuvor jeden Schritt, den das Unternehmen auf sie zugetan hat, mit Blockade quittiert. 

Die DB hat bereits jetzt zentrale materielle Forderungen der GDL erfüllt. Dennoch beharrt die Gewerkschaft auf diesem Streik, der eine enorme Belastung für die Kundinnen und Kunden darstellt.

Eine Sprecherin: „Wir waren uns bewusst, dass die Hürden in einem Eilverfahren sehr hoch liegen und dass das Streikrecht in Deutschland mit gutem Grund sehr geschützt ist. Dennoch sehen wir es als unsere Verantwortung, im Interesse unserer Kunden nichts unversucht zu lassen, den Streik zu beenden.“

Die DB wird deshalb in die zweite Instanz gehen und das heutige Urteil vor dem Hessischen Landesarbeit überprüfen lassen.

„Klar ist aber auch: Einen Tarifabschluss gibt es nur am Verhandlungstisch“, so die Sprecherin weiter. „Deshalb fordern wir die GDL auf, den Streik jetzt unverzüglich zu beenden und wieder an den Verhandlungstisch zurückzukommen.“

Um die Auswirkungen des GDL-Streiks für die Fahrgäste abzumildern, erhöht die DB zum Wochenende die Kapazitäten im Fernverkehr. Damit soll sich das Angebot für die Reisenden ab Samstag auf rund 30 Prozent des normalen Fahrplans erhöhen. Bislang rollt etwa ein Viertel der Fernverkehrszüge. Trotz des mit vier Tagen besonders langen Streikzeitraums bietet die DB ihren Kunden auch in den kommenden Tagen ein stabiles Grundangebot.

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