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MVV-Tariferhöhung: teureres und schlechteres Angebot blockiert Verkehrswende

München, 18.09.2021 (BA/gm)
Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert deutlich die jrtzt von der Politik hinter verschlossenen Türen beschlossene MVV-Tariferhöhung: „Schlechteres Angebot im Stadtgebiet von München, überfüllte Trams und Busse, unzuverlässige S-Bahn und teurere Preise, so wird das nichts mit der Verkehrswende“ so Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweiten Fahrgastverbandes PRO BAHN. Dass alle Diskussionen dazu hinter verschlossenen Türen und maximal intransparent stattfinden, zeigt einen deutlichen Fehler des heutigen MVV-Systems. 

PRO BAHN fordert, dass zumindest sofort wieder das komplette MVV-Angebot gefahren wird, das bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie bestand. „Gerade im Bereich der Stadt München, die besonders gerne von »Verkehrswende« spricht, entfällt derzeit der Takt 10 bis 10 bei Metrobus und Tram, und das Nachtnetz ist erheblich zusammengestrichen. Dadurch kommt es immer wieder zu Überfüllungen“ so die Kritik des PRO BAHN-Sprechers. Die Probleme werden durch die angekündigte Wiedereröffnung von Diskotheken und Clubs noch verstärkt, spätestens bis dann muss das Angebot wieder funktionieren.

Besser läuft es nach Bewertung des Verbandes in den Verbundlandkreisen. „Mit dem Expressbusse-Ring wird es ab Dezember 2021 sinnvolle Verbesserungen außerhalb des Münchner Stadtgebiets geben, allerdings sind die Landkreise stärker von den häufigen S-Bahn-Störungen betroffen, ebenso wie auch den vielen Sperrungen und Ausfällen durch S-Bahn-Baustellen“ so Andreas Barth.

PRO BAHN fordert, dass auch endlich die vom Münchner Stadtrat im März 2021 beschlossenen Studien für neue Tramstrecken vergeben werden. „Verkehrswende klappt nicht, wenn man nur Beschlüsse fasst, aber dann nicht zur Umsetzung vorangeht” so Andreas Barth.

Der Verband fordert zudem eine stärkere Unterstützung der Kommunen und Landkreise durch Landes- und Bundespolitik: „Während der Autoverkehr großzügig mit Steuermitteln gefördert und subventioniert wird und Bund und Länder auch Kredite für laufende Ausgaben aufnehmen dürfen, müssen die kommunalen Gebietskörperschaften schauen, wie sie irgendwie noch Geld für vernünftigen Öffentlichen Nahverkehr zusammenkratzen können“ beschreibt Andreas Barth die Situation. Eine grundsätzlich bessere und krisensichere Finanzausstattung der Kommunen wäre daher dringend erforderlich.

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