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Polizeieinsätze durch Geocaching

Bundespolizei warnt vor konspirativem Spielverhalten
Hannover, 29.09.2009 (BA)

In der vergangenen Woche hat ein verdächtiger Gegenstand den Einsatz der Bundespolizei am S-Bahnhof in Langenhagen ausgelöst. Eine Plastikbox wurde von einer unbekannten Person in konspirativer Weise per Haftmagnet an einem Mast am Bahnhof angebracht. Dabei wurde er von einem aufmerksamen Mitarbeiter der Deutschen Bahn beobachtet und fotografiert. Dieser alarmierte sofort die Bundespolizei in Hannover.

Nach Eintreffen der Bundespolizisten war schnell klar, dass es sich um einen so genannten Geocache-Container handelte. Ungefährlich, aber nicht als solcher zu erkennen und durch das verdächtige Verhalten des Unbekannten zunächst als gefährlich eingestuft. Für die Dauer des Einsatzes wurden der Gleisbereich und der Personentunnel abgesperrt.

Bereits am Mittwoch löste eine GPS-Schnitzeljagd am Hauptbahnhof in Karlsruhe Bombenalarm aus. Schnell summieren sich in solchen Fällen Polizeikosten und Schadensersatzforderungen in beachtlicher Höhe.

Geocaching ist eine moderne Form der Schatzsuche. Ausgestattet mit Koordinaten und GPS-Empfängern machen sich die Spieler auf die Suche nach dem Schatz. Dieser wird dargestellt durch kleine Gegenstände und ein Logbuch, verpackt in unterschiedliche Behälter (Container) und versteckt in der Öffentlichkeit.

Die Bundespolizei warnt ausdrücklich vor der sorglosen Auswahl der Verstecke. Vor dem Hintergrund der zurzeit erhöhten Gefährdungslage sollten sicherheitsrelevante Örtlichkeiten und konspirative Verhaltensweisen unbedingt vermieden werden. Auch empfiehlt sich eine auffällige Kennzeichnung der Container, um diese entsprechend identifizieren zu können.

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