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Von der Straße auf die Schiene

Energieeffiziente Metro für die am schnellsten wachsende Stadt der Welt • KfW unterstützt die indische Stadt Surat bei der umwelt- und klimafreundlichen Stadtentwicklung mit rund 440 Mio. EUR • Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensbedingungen der Bevölkerung • Einfacher Zugang zur Metro: Ausbau der Fuß- und Radwege im Umfeld der Stationen

Frankfurt a. M., 26.01.2022 (BA/gm)
Die KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem indischen Finanzministerium Verträge für ein zinsverbilligtes Darlehen in Höhe von 240 Mio. EUR, für einen Förderkredit in Höhe von rund 202 Mio. EUR und einen Zuschuss in Höhe von 2 Mio. EUR für Begleitmaßnahmen zum Bau der Metro in der indischen Stadt Surat unterzeichnet. Das neue Metrosystem soll zur Entlastung des Straßenverkehrs, einer Reduktion von Treibhausgasen sowie einer Senkung der Feinstaub- und Stickoxidbelastung führen. Gleichzeitig wird der Zugang großer Bevölkerungsteile zur Metro sichergestellt und die Stadt fußgänger- und radfreundlicher und lebenswerter gemacht.

Es werden zwei Linien mit insgesamt mehr als 40 Kilometer Länge und 38 Stationen sowie zwei Depots gebaut. Weiter wird die Beschaffung von bis zu 24 Zügen mit insgesamt 72 Waggons finanziert. Um den Zugang zur Metro zu erleichtern, werden Fuß- und Radwege rund 500 Meter um die Metrostationen herum ausgebaut. Finanziert werden zudem das Signalsystem, Bahnsteigtüren, Fahrstühle und Rolltreppen im Stationsbereich sowie Lärmschutzmaßnahmen entlang der Gleise. 

„Der öffentliche Personennahverkehr in Surat konnte mit dem rapiden Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum in der weltweit am schnellsten wachsenden Stadt nicht mithalten und hat eine Reihe von negativen Effekten mit sich gebracht wie erhöhte Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung, erhöhte Risiken für Atemwegserkrankungen und Verkehrsunfälle sowie den Verlust wirtschaftlicher Produktivität. Die Unterstützung beim Bau der Metro in Surat verbessert die Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie die Lebensbedingungen der Bevölkerung und ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu umwelt- und klimafreundlichen Städten in Indien „, sagte Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Durch den Bau der Metro werden die Treibhausgasemissionen pro Jahr um durchschnittlich 71.000 Tonnen gesenkt.

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 1,5 Mrd. EUR. Neben der KfW finanzieren die französische Förderbank Agence Française de Développement 250 Mio. EUR, der Staat Indien rund 240 Mio. EUR sowie der Bundesstaat Gujarat und die Privatwirtschaft rund 600 Mio. EUR.

Weitere Informationen zum Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank finden Sie hier.

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