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Nach RE 8-Ausfall: Gespräche zwischen Stadt Mönchengladbach und DB fortgesetzt

Mönchengladbach, 01.12.2022 (BA/gm)
Viele Pendler haben den wochenlangen Ausfall des RE 8 nach Köln noch nicht vergessen. Diese zentrale Verbindung wurde seitens der Deutschen Bahn aufgrund von Personalmangel bis einschließlich 18. September 2022 eingestellt. Die Beschwerde des Mönchengladbacher Oberbürgermeisters Felix Heinrichs war nun noch einmal Thema in einem persönlichen Gespräch mit dem Konzernbevollmächtigten der DB in NRW, Werner Lübberink.

„An vielen Stellen herrscht mittlerweile ein massiver Arbeitskräftemangel. Das darf aber nicht dazu führen, dass unsere Stadt für Wochen derart massiv eingeschränkt erreichbar ist“, betont Oberbürgermeister Heinrichs. Die Bahn habe im Gespräch auf die eingeleiteten Maßnahmen zur Personalbeschaffung hingewiesen. Durch eine verstärkte Ausbildung und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen soll sich die Situation laut Bahn stabilisieren. 

Bei dem Gespräch war auch der Bundesvorsitzende von Pro Bahn, Detlef Neuß, anwesend. Der Mönchengladbacher Bahnexperte benannte gemeinsam mit Oberbürgermeister Heinrichs die wesentlichen Infrastrukturprojekte, die aus Sicht der Stadt endlich angegangen werden müssen. Dazu gehören das zweite Gleis zwischen Kaldenkirchen und Dülken, zwischen Rheydt und Rheydt-Odenkirchen sowie die Sanierung der Bahnhöfe bzw. Haltepunkte im Stadtgebiet.

Für Detlef Neuß ist klar, dass die Mobilitätswende nur gelingen kann, wenn neben dem Preis vor allem das Angebot stimmt: „Mönchengladbach ist für eine Großstadt nicht gut an den überregionalen Zugverkehr angebunden. Hier müssen wir gemeinsam dicke Bretter bohren, um langfristig mehr Menschen von der Straße auf die Schiene zu bekommen.“

Heinrichs: „Ich bin froh, dass wir in den letzten Monaten einiges erreichen konnten. Das neue Eingangsgebäude, das am Rheydter Hauptbahnhof entsteht, wird gemeinsam mit den Aufzügen zu den Gleisen die Attraktivität und Sicherheit in Rheydt deutlich erhöhen. Ab 2026 soll der RE 13 über Venlo hinaus bis Eindhoven fahren. Und über den Strukturwandel wird derzeit die Verlängerung der S 6 von Köln über das Umland bis nach Mönchengladbach geplant.“ Weitere Maßnahmen werden aktuell in einem Bahnentwicklungskonzept untersucht und aufgestellt.

Zum Abschluss des Gespräches vereinbarten sich Stadt und Deutsche Bahn auf eine engere Abstimmung und Kommunikation. Zwei Mal pro Jahr sollen sich die Verantwortlichen zukünftig zu einem Jour fixe treffen, um die Projekte voranzutreiben.

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